Hofer-Maßnahmenpaket für Loosdorf-Mitarbeiter

Ticker / 29.10.2019 • 15:14 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Nach der für Ende März 2020 beschlossenen Schließung der Hofer-Zweigniederlassung Loosdorf in Niederösterreich hat der Lebensmitteldiskonter gemeinsam mit dem Betriebsrat ein Maßnahmenpaket geschnürt. Darin heißt es, dass betroffene Mitarbeiter im Unternehmen bleiben können. Für Wechselwillige gebe es einen Sozialplan, teilte Hofer am Dienstag mit. Arbeitnehmervertreter zeigten sich zufrieden.

Mitarbeiter des Großlagers, die an einen anderen Standort wechseln wollen, sollen laut Konzern-Aussendung von einer weitgehenden Beschäftigungsgarantie in den darauffolgenden zwölf Monaten profitieren. Zudem werde Pendlern ein Fahrtkostenzuschuss gewährt. Weiters bestehe die Möglichkeit zusätzlicher finanzieller Leistungen bei besonders schweren Schicksalen, Krankheiten oder finanziellen Notlagen.

Nicht wechselwilligen Beschäftigten werde entsprechend Alter und Dienstzugehörigkeit eine freiwillige, einmalige Abfertigung in Höhe von vier bis maximal acht Monatsgehältern ausbezahlt. Angehörige mit Kindern erhielten darüber hinaus eine einmalige Zusatzzahlung.

Den Beschäftigten wird laut Hofer nun Zeit gegeben, sich über das Angebot Gedanken zu machen und in Einzelgesprächen die nächsten Schritte festzulegen. Eine Abschätzung sei zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht möglich, sagte eine Sprecherin auf APA-Anfrage.

„In den Verhandlungen haben sich alle Beteiligten äußerst konstruktiv gezeigt. So war es uns möglich, gemeinsam einen Sozialplan zu entwickeln, welcher die Interessen der betroffenen Mitarbeiter bestmöglich abdeckt. All jenen, die sich entscheiden, zu bleiben und in eine andere Niederlassung zu wechseln, greifen wir unter anderem mit einem Fahrtkostenzuschuss und weiterer Unterstützung unter die Arme“, so Hofer-Betriebsratsvorsitzender Markus Aunitzki laut Unternehmensaussendung.