Lufthansa fliegt trotz Reisewarnung weiter nach Südafrika

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Lufthansa fliegt trotz Reisewarnung weiter nach Südafrika

Die Lufthansa hat trotz der verschärften Warnung der deutschen Regierung vor Reisen nach Südafrika wegen der neuen Virusvariante Omikron keine Flüge gestrichen. „Es gibt aktuell keine Anpassungen an den Flugplan, und unsere Flüge sind weiterhin gut gebucht“, erklärte eine Lufthansa-Sprecherin am Montag. Die Lufthansa fliegt 17-mal wöchentlich von Deutschland nach Südafrika, wie die Airline vergangene Woche mitteilte.

Zwischen Österreich und Südafrika gibt es bereits seit knapp einem Jahr keine Direktflüge. Die heimische Lufthansa-Tochter Austrian Airlines (AUA) hat ihre Flüge zwischen Wien und Kapstadt am 30. Dezember 2020 ausgesetzt. In der Schweiz hatten die Lufthansa-Töchter Swiss und Edelweiss zuletzt neun Flüge pro Woche im Programm.

Seit Sonntag sind Südafrika und sieben weitere Staaten der Region vom deutschen Auswärtigen Amt als Virusvariantengebiet eingestuft. Das bedeutet, dass Airlines nur noch deutsche Staatsbürger und solche mit Wohnsitz in Deutschland von dort zurückfliegen dürfen. Reiserückkehrer müssen sich testen lassen und 14 Tage in Quarantäne, auch Geimpfte.

Die British Airways nimmt unterdessen nach einem zeitweisen Stopp wegen der Omikron-Variante ihre Flugverbindungen nach Südafrika wieder auf. Bereits am Montag sollten die ersten Flüge in das Land wieder abheben, wie ein Sprecher der Airline der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage mitteilte. Flüge aus Südafrika sollen ab Mittwoch (1. Dezember) wieder starten. Damit wolle man Menschen helfen, die wegen des temporären Flugstopps Probleme hatten, nach Hause zu kommen.

Großbritannien hat Südafrika und mehrere andere Länder in Afrika wegen der Verbreitung der als besorgniserregend geltenden Omikron-Variante des Coronavirus auf die sogenannte rote Liste gesetzt. Für Rückkehrer aus diesen Ländern bedeutet das die Pflicht zur zehntägigen Hotel-Quarantäne auf eigene Kosten nach der Einreise.