Dritte Verhandlungsrunde im Tourismus ergebnislos
Das Tauziehen um einen neuen Kollektivvertrag in der Gastronomie und Hotellerie geht weiter: Auch die dritte Verhandlungsrunde verlief ohne Ergebnis, wie die Sozialpartner am Donnerstag mitteilten. Arbeitgeber und Gewerkschaft sprachen von sachlichen bzw. konstruktiven Gesprächen.
“Wir haben einen neuen Vorschlag auf den Tisch gelegt und die Arbeitgeberseite war bereit, sich in diese Richtung zu bewegen”, erklärte die gewerkschaftliche Verhandlungsleiterin Eva Eberhart (vida) in einer Aussendung. Man habe “zum ersten Mal auf sachlicher Ebene miteinander reden” können. Das Angebot der Wirtschaftskammer (WKÖ) sei aber “unverändert” geblieben, sagte die Gewerkschafterin.
Arbeitgeber wollen “wirtschaftlich tragfähige Lösung”
“Wir haben heute erneut unsere Bereitschaft gezeigt, eine wirtschaftlich tragfähige Lösung und zugleich sozial ausgewogene Lösung für die vielen Mitarbeiter:innen der Branche zu finden, und ein faires Angebot auf den Tisch gelegt”, so die WKÖ-Obmänner der Fachverbände Hotellerie und Gastronomie, Georg Imlauer und Alois Rainer.
Die Arbeitgeber boten zuletzt 3 Prozent Lohn- und Gehaltserhöhung. Die vida fordert nun eine Erhöhung von mindestens 73 Euro brutto in der untersten Lohngruppe sowie 65 Euro brutto in der obersten Lohngruppe.
Noch kein neuer KV-Verhandlungstermin
Seit mehreren Wochen gehen die Wogen rund um den neuen Tourismus-KV mit gegenseitigen Vorwürfen hoch, gestern hat die vida die Bedingungen in der Tourismusbranche erneut scharf kritisiert. Die WKÖ sieht die Vorwürfe als mediale Hetzkampagne gegen die Unternehmen in der Branche.
Einen neuen KV-Verhandlungstermin gibt es noch nicht. “Jetzt gehen wir davon aus, dass die Arbeitgeberseite diesen konstruktiven Weg weitergeht und rasch einen neuen Termin nennt”, hieß es von der Gewerkschaft.