Wieder europäischer Lebensmitteltransit durch Russland

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Wieder europäischer Lebensmitteltransit durch Russland

Erstmals seit Verhängung der russischen Sanktionen gegen die EU gelangen wieder Lebensmittel aus Europa durch Russland nach Asien. Ein Containerzug mit Lachs und Schweinefleisch verließ diesen Monat Europa Richtung China. Der den Staatsbahnen von Russland, Kasachstan und Belarus gehörende Bahnbetreiber UTLC ERA verantwortet den Transport auf der Breitspurbahn im Gebiet der ehemaligen Sowjetunion.

Nach den im Juli 2014 wegen der Ereignisse in der Ukraine wechselseitig verhängten Sanktionen zwischen Russland und der EU konnten europäische Lebensmittel weder in Russland eingeführt noch im Transit durch Russland befördert werden. Das machte teilweise kostspielige Umwegtransporte unter Umgehung Russlands notwendig und verteuerte Transporte von China, weil nicht alles Gewünschte auf dem Rückweg befördert werden konnte.

Ein Dekret des russischen Präsidenten Wladimir Putin im Juni vorigen Jahres ermöglichte Transit unter der Bedingung, dass die auf der Straße oder der Schiene durch Russland beförderten Waren mittels der Satellitennavigationstechnologie GLONASS, dem russischen Gegenstück zu GPS, rückverfolgt werden können. Zur Anwendung kam dieses System der Versiegelung erst Anfang dieses Monats.