Intendant Hinterhäuser ab sofort beurlaubt
![ABD0125_20260326 – WIEN –
STERREICH: ++ ARCHIVBILD ++ ZU APA0292 VOM 26.3.2026 – Die Salzburger Festspiele und Intendant Markus Hinterhuser gehen aufgrund unberbrckbarer Auffassungsunterschiede und Differenzen ab sofort getrennte Wege. Das ist das Ergebnis einer Besprechung der Anwlte der Festspiele und des Intendanten und seiner Rechtsvertretung, teilte das Festspielkuratorium am Donnerstag, 26. Mrz 2026 in […]](/2026/03/ABD0125-20260326-1-768x615.jpg)
Salzburger Festspiele werden die Position der künstlerischen Leitung interimistisch besetzen.
Salzburg Die Salzburger Festspiele und Intendant Markus Hinterhäuser gehen aufgrund unüberbrückbarer Auffassungsunterschiede und Differenzen ab sofort getrennte Wege. Das ist das Ergebnis einer Besprechung der Anwälte der Festspiele und des Intendanten und seiner Rechtsvertretung, teilte das Festspielkuratorium am Donnerstag in einer Aussendung mit. Beide Seiten verständigten sich darauf, dass Hinterhäuser bis zum Ende seines Vertrages, das ist der 30. September 2026, beurlaubt ist. Über die Details der Vereinbarung wurde Stillschweigen vereinbart. Als nächsten Schritt wird das Kuratorium umgehend die Position der künstlerischen Leitung interimistisch besetzen. “Hier laufen bereits Gespräche mit Kandidatinnen und Kandidaten. Ungeachtet dessen laufen die Vorbereitungen für die Ausschreibung der Künstlerischen Intendanz”, heißt es in der Aussendung.
Programm für 2026 ist fix
Den Anfang der Krise markierte ein öffentlicher Konflikt zwischen Hinterhäuser und dem Kuratorium der Festspiele. Der Intendant hatte sich öffentlich für die frühere Burgtheater-Direktorin Karin Bergmann als neue Schauspielchefin ausgesprochen, obwohl Bergmann sich nicht offiziell auf die ausgeschriebene Stelle beworben hatte. Das Kuratorium, dem Bund, Stadt und Land Salzburg sowie der Tourismusfonds angehören, sah sich dadurch übergangen.
Landeshauptfrau Karoline Edtstadler (ÖVP) und Salzburgs Bürgermeister Bernhard Auinger (SPÖ) warfen Hinterhäuser daraufhin öffentlich Vertrauensbruch vor. Hinterhäuser wies die Vorwürfe zurück und bestand auf seinem Recht als Intendant, die Schauspielleitung eigenverantwortlich zu bestellen. Zuletzt hatte er das Schauspiel selbst geleitet, nachdem die frühere Schauspielchefin Marina Davydova im November 2024 entlassen worden war.
Knapp dreieinhalb Monate vor Beginn der Festspiele steht das Haus nun ohne künstlerische Leitung da. Das Programm für 2026 ist allerdings bereits fix, auch die Planung für 2027 soll weit fortgeschritten sein. Präsidentin Kristina Hammer und kaufmännischer Direktor Lukas Crepaz übernehmen vorübergehend die operative Leitung. Gespräche über eine interimistische Besetzung laufen bereits parallel zur Vorbereitung einer Neuausschreibung.