Was der neue Skoda Superb besser kann als sein Vorgänger

13.07.2019 • 06:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Den Superb gibt es auch im Pfadfinder-Look als „Scout“ mit robuster Optik. WERK

VN-Fahrbericht: Erste Kilometer mit dem überarbeiteten Flaggschiff von Skoda.

Wien In der Mittelklasse mischen die Tschechen mit der Premiere des Superb seit 2001 mit. Der wurde als Flaggschiff der Marke platziert und hat sich in seinen bisher drei Generationen Schritt für Schritt der gehobenen Klasse angenähert. Dafür gibt es einen historischen Hintergrund. Das erste Modell dieses Namens hatte von 1934 bis 1949 die Limousinen-Spitze des 1895 gegründeten Traditionsherstellers markiert. Diese Rolle hat der Aktuelle, der seine Premiere 2015 gefeiert hat, vor allem in der Topausstattungsstufe „Laurin & Klement“.

Jetzt erfolgte ein Facelift, außen erkennbar an Kühlergrill-, Frontschürzen- und Dekordetails. Innen wurde an der Materialauswahl gefeilt, es setzte neue Sitzbezüge, Chromapplikationen, man kann das Interieur nun mit offenporigem Holzzierat einrichten. Addiert wurden zeitgemäße Technologien wie etwa Matrix-LED-Scheinwerfer, auch ist das Konvolut an Assistenzsystemen komplettiert, unter anderem mit automatischer Distanzregelung und vorausschauender Temporegulierung.

Kern des Updates sind, wie bei allen anderen Marken, die Motoren. Im Zentrum standen die Neukonfigurationen des aus dem VW-Regal stammenden 1,5-Liter-Benziners sowie des 2,0-Liter-Diesels. Diese Antriebe sind mit dem Zusatz Evo markiert. Auf ersten Testkilometern glänzten die Aggregate etwa mit seidiger Elastizität (Benziner) und feinen akustischen Manieren (Diesel) sowie einer geschmeidigen Zusammenarbeit mit dem siebenstufigen Doppelkupplungsgetriebe. Das gilt sowohl für die Limousinen- als auch für die Combiversion. In beiden Varianten führen die Tschechen die sportlich orientierte Linie weiter, mit zehn Millimeter Tieferlegung und entsprechendem Fahrwerk bleibt die Sportline-Ausstattungsstufe im Programm.

Robuste Optik

Nur für den Combi gibt es jetzt neu ein Pfadfinder-Outfit. Analog zu den robusten Scout-Interpretationen des Octavia Combi, des Kodiaq und des Karoq kann der Superb mit einer Höherlegung (um 1,5 Zentimeter) samt schützender Rundumbeplankung sowie Kunstoff-Unterfahrschutz geordert werden, selbstredend inklusive Allradantriebssystem. In Österreich kann man den trotz Robust-Anzugs unverändert eleganten Škoda entweder mit 190 PS starkem Diesel oder mit 272 PS leistendem Benziner ordern (es sind jeweils Zweiliter-Vierzylinder). Ob Selbstzünder oder Ottomotor: Im Praxisbetrieb sind keine zusätzlichen Anstrengungen spürbar. Die ersten Scout-Meter absolvierte der Superb auf hitzetrockenem Asphalt. Der Umgang mit Randsteinen und sehr groben Fahrbahnunebenheiten lässt vermuten, dass die Scout-Version auch auf abseits asphaltierter Wege eine souveräne Figur macht. Das sollte die kommende Plug-In-Hybrid-Version mit 218 PS Systemleistung ebenfalls schaffen, selbst ohne Höherlegung und 4×4-Antrieb. Der iV wird anfang Jänner 2020 debutieren. BKH

Skoda Superb

Motor/Antrieb 1,5 l mit 150 PS, 2,0 l mit 190 oder 272 PS, Diesel: 1,6 l mit 120 PS, 2,0 l mit 150 oder 190 PS, nachfolgend: Plug-In-Hybrid mit 218 PS/man. 6-Gang-Schaltung, 7-Stufen-DSG/Front-, Allradantrieb

Marktstart/Preis Oktober/offen

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