Leserbrief: Steuerungerechtigkeit

Leserbriefe / HEUTE • 11:15 Uhr
Leserbrief: Steuerungerechtigkeit

Wenn Herr Christoph Nussbaumer (VN, 17./18. Jänner) den Ruf von Harald Walser (VN, 16. Jänner) nach einer Erbschaftssteuer als ökonomischen Unsinn bezeichnet und den argentinischen Präsidenten Milei (mit seinem Markenzeichen Kettensäge) als positives Beispiel nennt, dann empfehle ich ihm, nach Argentinien auszuwandern. Er wird bald erkennen, dass unser System der ökosozialen Marktwirtschaft eine höhere Lebensqualität bietet. Die wachsende Schere zwischen Arm und Reich ist ein Problem und gefährdet den sozialen Frieden und unsere Demokratie (durch Polarisierung und Vertrauensverlust). Kapitaleinkommen unterliegen einem viel niedrigeren Steuersatz als Einkommen aus Arbeit. Ist das gerecht? Steuerbetrug und legale Steuerflucht durch Vermögende vergrößern zusätzlich die Kluft zwischen Arm und Reich. Eine moderate Erbschaftssteuer, wie von Matthias Schnetzer, dem Chefökonom der Arbeiterkammer, vorgeschlagen und von Harald Walser positiv kommentiert, kann ein wertvoller Beitrag zu mehr Steuergerechtigkeit und zu sozialem Frieden sein. Dass Superreiche mit ihrem Einfluss eine Gefahr für liberale Gesellschaften darstellen können, bekommen wir gerade von den USA und ihren Superreichen vorgeführt.

Mag. Christoph Wychera, Hard