Die Brassband Vorarlberg feiert Komponistinnen

Gastdirigentin Katrina Marzella mit Werken von Dorothy Gates bis Lucy Pankhurst.
Lustenau Im Februar widmet die Brassband Vorarlberg einen Konzertabend ganz der Kreativität von Frauen. Unter dem programmatischen Fokus auf Komponistinnen präsentiert das Ensemble Werke, die stilistisch weit auseinanderliegen, aber eines gemeinsam haben: Sie machen hörbar, wie vielfältig, kraftvoll und eigenständig die Handschriften von Frauen in der internationalen Brass-Szene heute sind.
Mit Benjamin Markl und der Gastdirigentin Katrina Marzella stehen zwei Persönlichkeiten am Dirigierpult, die diese Perspektive mit Nachdruck vertreten. Marzella zählt zu den gefragtesten Dirigentinnen Europas und hat sich mit ihrer Arbeit längst als prägende Stimme der Szene etabliert. 2025 schrieb sie Geschichte, als sie als erste Frau die European Brass Band Championships dirigierte. Als Chefdirigentin der Cooperation Band in Glasgow setzt sie kontinuierlich neue Impulse und bringt frische klangliche Vorstellungen in ein Genre, das lange von tradierten Rollenbildern geprägt war. Gemeinsam mit Benjamin Markl formt sie einen Konzertabend, der sowohl programmatisch als auch musikalisch überzeugt.
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Das Programm spannt einen weiten Bogen. Werke von Dorothy Gates eröffnen und beschließen den ersten Teil des Abends, darunter „Georgetown“ und „Hope“, zwei Kompositionen, die mit klanglicher Klarheit und erzählerischem Gestus überzeugen. Dazwischen stehen „The Unfortunate Traveller“ von Imogen Holst und „Into the Darkness They Go, the Wise and the Lovely“ von Kelly Marie Murphy.
Nach der Pause setzt sich die Vielfalt fort. Lucy Pankhurst ist gleich doppelt vertreten: mit „IRL“ und „Dancing Lights“, zwei Werken, die rhythmische Energie und feine Klangfarben verbinden. Errollyn Wallens „Brukdown“ bringt eine eigenständige, genreübergreifende Tonsprache ein, während Liz Lanes „The Awakening“ und Andrea Prices „Fling“ den Abend mit Dynamik und Spielfreude zuspitzen. Als Solistin ist die Xylophonistin Lienne Gmeiner zu erleben. Den Schlusspunkt bildet „Candyman“ von Christina Aguilera in einem Arrangement von Peter Kleine Schaars, das Pop-Energie in den Brassband-Klang überführt.
Das Konzert ist am Samstag, dem 7. Februar, um 19 Uhr im Reichshofsaal Lustenau sowie am Sonntag, dem 8. Februar, ebenfalls um 19 Uhr in der Kulturbühne AMBACH in Götzis zu erleben.