Leserbrief: Ewiger Krieg im Nahen Osten

US-Präsident Donald Trump strebt einen Regimewechsel im Iran an und will den Bau von ballistischen Raketen sowie ein waffenfähiges Atomprogramm verhindern. Deshalb griffen die USA und Israel den Iran aus der Luft an. Daraufhin startete der Iran Gegenangriffe auf Israel und US-Stützpunkte in den Golfstaaten mit unbemannten Flugkörpern. Zudem sperrten die Revolutionsgarden die Meeresenge von Hormus für den Schiffsverkehr. Das Pulverfass im Nahen Osten wurde gezündet. Man kann der iranischen Bevölkerung nur eine friedliche Zukunft in Freiheit wünschen. Dieser Konflikt erinnert mich an den Krieg der USA unter Präsident George W. Bush gegen den Irak im Jahr 2003. Damals wurde der Angriff damit begründet, dass der Irak über Massenvernichtungswaffen verfüge. Die US-Regierung behauptete, der Irak besitze biologische und chemische Kampfstoffe und unterhalte ein waffenfähiges Atomprogramm. Im Irak wurden jedoch keine Massenvernichtungswaffen gefunden. Die angeblichen Beweisfotos der CIA, die Außenminister Colin Powell dem Weltsicherheitsrat vor Kriegsbeginn gezeigt hatte, entpuppten sich als klassische Fehlinformation. Weitere Kriegsziele waren der Sturz des Diktators Saddam Hussein, die Demokratisierung des Landes und die Sicherung der Ölfelder. Auch Jahre nach dem Krieg ist der Irak noch immer von dessen Folgen geprägt: schwache staatliche Strukturen, hohe Korruption und massiver Einfluss bewaffneter islamistischer Milizen.
Kurt Gärtner, Wels