Leserbrief: Hohe Spritpreise

Leserbriefe / 18.03.2026 • 14:11 Uhr
Leserbrief: Hohe Spritpreise

Den Maßnahmen gegen hohe Spritpreise kann der OMV-Chef wenig abgewinnen. Im Ö1 “Journal zu Gast” betont er, dass niedrigere Preise an den Zapfsäulen derzeit nur durch eine Steuersenkung erreichbar seien. Staatliche Eingriffe in den Markt lehnt Hr. Stern ab. Um die benötigten Mengen nach Österreich zu bringen, müsse die OMV an der Börse in Rotterdam wettbewerbsfähige Preise zahlen, wenn Österreich diese Preise nicht bezahlt, werden wir zu Fuß gehen, so der OMV-Chef. Den Vorwurf, die OMV verdiene ein “Körberlgeld” wies Hr. Stern zurück. Bei einem Preis von 1,70 Euro für einen Liter Superbenzin würden 90 Cent allein auf staatliche Steuern und Abgaben entfallen. Das der erhöhte Preis auf bereits billig gekauftes Öl fehlt, das sagt der OMV-Chef nicht. Schauen wir zurück in die 70er Jahre, Ölkrise, OPEC erhöhte die Ölpreise und der Endverbraucher mussten dafür an den Tankstellen zahlen. Nach der Krise kam ans Tageslicht das Hunderte Waggons bereits vor der Krise gekauftes Öl in Österreichs Bahnhöfen standen und in Rotterdam Tanker lagen. Man muss das Öl nicht aus den arabischen Ländern holen in Notfall kann man auch aus Kanada, Norwegen beziehen.

Ernst Scheiterbauer, Frastanz