Leserbrief: Öl- und Gasabhängigkeit

Leserbriefe / 24.03.2026 • 15:00 Uhr
Leserbrief: Öl- und Gasabhängigkeit

Jahrelang wurde in Europa kaum etwas unternommen, um unabhängiger von fossilen Energien zu werden – Versäumnisse, die sich bitter rächen. Nicht morgen, sondern heute braucht es eine von Lobbyinteressen unabhängige Politik, die endlich die Energieunabhängigkeit Europas ernst nimmt. Regulierungen lösen keine Grundprobleme. Benzin und Gas werden rar, während die Preise trotzdem steigen. Stattdessen sollte der Staat den Universitäten und Unternehmen mehr Geld für die Forschung zur Verfügung stellen. Dadurch entstehen Zukunftstechnologien, die langfristig günstiger und sicherer sind. Einige Ideen, um die Versorgungssicherheit zu verbessern: Investitionen in Infrastruktur für Stromnetze, Speichersysteme, E-Autos, Fahrräder, Schienenverkehr und Nahverkehr. Tempolimit auf den Straßen anpassen. Maßnahmen gegen Lkw-Fahrten, welche ohne echten Nutzen ins Ausland fahren. Förderung von energieeffizienten Fahrzeugen. Unterstützung von Fahrgemeinschaften und Carsharing. Ausbau erneuerbarer Energien, aber Atomkraft und Fracking als Übergangslösungen. Auch ich war Manchem gegenüber skeptisch. Aber wir stehen am Beginn eines globalen Notstandes, der es notwendig macht, vieles ideologiebefreit anzudenken. Wir alle müssen im Alltag Verantwortung zeigen: im Haushalt Energie sparen. Energieeffizient fahren. Fahrgemeinschaften bilden. Kurze Wege zu Fuß oder mit Rad erledigen. Auf Bus und Bahn umsteigen. Regionale Produkte kaufen. Weniger wegwerfen. Jeder Beitrag senkt den Verbrauch, entlastet den Geldbeutel und verringert unsere Abhängigkeit von teurer Energie.

Roland Geiger, Buch