Leserbrief: Chapeau Herr Michael Gasser!

So muss er sein, der mutige, unabhängige und unbeeinflussbare Journalismus. Ich danke Ihnen dafür, dass Sie nicht nachgelassen haben, die unfassbare, für mich auch demokratiepolitisch gefährdende und bedenkliche Betrugsmaschinerie in der Führerscheincausa aufzudecken und öffentlich zu machen. Drücken Sie wenn möglich weiterhin Ihren Finger in die noch immer offene, klaffende Wunde. Leider wurde das von feigen, hinterhältigen, unmoralischen Gestalten verursachte Desaster von der untersuchenden Staatsanwaltschaft Innsbruck gänzlich anders gesehen und als rechtmäßig in Ordnung befunden sowie ein für mich und viele andere offensichtlicher Anfangsverdacht verneint. Was bleibt ist mehr als ein „Gschmäckle“, wenn man weiß, dass auch Staatsanwälte us üserem subara Ländle angeblich Dreck am Stecken haben sollen, und erinnert mich an die ungute Geschichte mit den Krähen … Auch Teile unserer gewählten Volksvertreter haben sich mit dem Besen in der Hand durch Beschwichtigungen, Bagatellisierungen und Ausreden bemüht, die Sauerei möglichst rasch unter dem Teppich verschwinden zu lassen. Aufarbeitung sieht anders aus. Am Ende stehen Frust, Zorn, Ohnmacht, Enttäuschung, Vertrauensverlust in unsere Regierung und Gerichtsbarkeit sowie die Erkenntnis, dass es sich die da oben wieder einmal gerichtet haben. Für mich aber bleibt eine Schuldvermutung.
Karl Sparer, Dornbirn