Leserbrief: Der Rondo-Fall – Minizusammenfassung

Leserbriefe / 06.05.2026 • 11:39 Uhr
Leserbrief: Der Rondo-Fall – Minizusammenfassung

1. Das ursprüngliche Ziel der Rondo-Verantwortlichen war ein vereinfachtes Verfahren nach dem Abfallwirtschaftsgesetz, bei dem die Müllverbrennungsanlage knapp unter den Schwellenwerten für eine Umweltverträglichkeits-Pflicht gelegen hätte. Im April 2024 kam vom Bundesverwaltungsgericht aufgrund von Beschwerden die Aufforderung an das Land Vorarlberg, dieses Projekt einer UVP zu unterziehen. Rondo kam dieser Aufforderung zuvor und betont seitdem immer wieder, “freiwillig” die UVP beantragt zu haben. 2. Die Verantwortlichen sagten in einem VN-Interview vom 15.4.2026: “Wir verbrennen keine schwarzen und gelben Säcke.” Wahr ist, dass sie “nur” deren Inhalte verbrennen, neben vielen anderen Stoffen, die Mensch und Natur schädigen. Zumindest ist das in ihrem Projektantrag zu lesen. 3. Nachdem sich der Frastanzer Gemeinderat einstimmig gegen das inzwischen dreimal so große Projekt ausgesprochen hat, erklärten die Verantwortlichen nach kurzer Sprachlosigkeit, den Dialog fortsetzen zu wollen. Nur: Es gab bisher keinen Dialog. Zumindest nicht mit der betroffenen Bevölkerung. Auf der Rondo-Website finden sich u. a. Aussagen wie soziale Verantwortung, Naturschutz, Integrität, Fairness und Transparenz. Wenn die Geschäftsführung ihre eigenen Worte ernst nähme, würde sie gemeinsam mit den Menschen in der Region nach Wegen suchen, mit denen alle Beteiligten gut leben können. Stattdessen setzt Rondo auf eine Kommunikation mit geringem Wahrheitsanspruch sowie auf die Verschleierung von Fakten und Greenwashing.

Mag.a Marielle Manahl, Gampelün