Leserbrief: Leben wir in einem Rechtsstaat?

Leserbriefe / 10.05.2026 • 14:34 Uhr
Leserbrief: Leben wir in einem Rechtsstaat?

Wenn sich die Firma Rondo einem Umweltverträglichkeitsverfahren unterwirft, so kann das Ergebnis positiv oder negativ ausfallen. Wichtig dabei ist, dass die Qualität der Gutachten, abhängig von jener der Gutachter, den zu erwartenden Einsprüchen standhält. In einem Rechtsstaat steht es bei einem positiven Bescheid dem Projektbetreiber zu, sein Vorhaben realisieren zu können. Bis “das Amt gesungen ist”, braucht es wahrscheinlich einen langen Atem. Mit der einstimmigen Ablehnung des Projektes durch die Gemeindevertretung hat Herr Bürgermeister Gohm einen politischen Streit innerhalb der Gemeinde vermieden und muss sich im Nachhinein, bei einem positiven Bescheid für den Bauwerber, nicht vor den “wirklichen Projektgegnern” rechtfertigen. So agiert ein “schlauer Fuchs”! Rondo könnte aber auch die Papiererzeugung nach St. Ruprecht an der Raab verlegen, wo diese eine Wellpappe-Erzeugung betreibt. Die Widerstände wären dort sicher geringer und so ein Vorhaben zeitlich schneller machbar. Das Papier für den hiesigen Betrieb von dort nach Frastanz zu karren anstatt umgekehrt ergibt keine größere Belastung, dafür weniger Arbeitsplätze und weniger Kommunalsteuer. Mit Abstrichen im Gemeindebudget wird Frastanz sicher gut zurechtkommen.

DI Robert Häusle, Feldkirch