Leserbrief: VMOBIL + 163 Prozent

Das neue VMOBIL-Tarifsystem ab Juni soll laut Ankündigung einfacher werden. Dabei wird verschwiegen, dass viele Verbindungen wesentlich teurer werden. Sobald es über die Lokal- oder Regio-Zone hinausgeht, werden die Tarife erheblich teurer. Ich habe einige Verbindungen ab Hohenems, Bushaltestelle Spielerstraße, verglichen. Zum Vergleich habe ich das derzeitige Tagesticket mit dem neuen 24-Stunden-Ticket hergenommen. So müsste ich nach Rankweil oder Wolfurt ein 24-Stunden-MAXIMO-Ticket kaufen, wenn ich nicht nach 120 Minuten zurück bin. Das bedeutet plus 163 Prozent. Nach Bregenz oder Feldkirch plus 104 Prozent. Die neuen 60/120-Minuten-Tickets sind eigentlich nur für Einzelfahrten zu gebrauchen. Ich habe jetzt für mich und meine Frau eine ÖBB-Vorteilskarte gekauft und werde zukünftig vermehrt nur noch mit der Bahn fahren und die Strecke zum Bahnhof mit dem Auto oder Fahrrad zurücklegen. So kann ich nach Bregenz um fünf Euro hin und retour fahren und habe keine zeitliche Beschränkung. Selbst ohne Vorteilskarte wäre ich nach Bregenz noch 45 Prozent billiger als mit VMOBIL. Noch dazu kann ich das Ticket bequem in der ÖBB-App buchen und brauche die VVV-App nicht mehr.
Karl Ludwig Pfefferkorn, Hohenems