Bauprojekt Feldkirch-Altenstadt

Die spinnen, die Römer – dieser Ausspruch von Asterix fällt mir ein, wenn ich über ein neues Bauvorhaben in Altenstadt lese: Auf knapp 8000 m² sollen fünf Gebäude mit 66 Wohnungen entstehen! Zugegeben, im Ländle besteht ein großer Bedarf an leistbaren Wohnungen, aber wie wäre es, die vielen Leerstände erst einmal zu vernünftigen Preisen zu vermieten oder zu verkaufen? Ich lebe in einer kleineren Anlage mit acht bewohnten Einheiten, aber vis-à-vis rechts sind zwei relativ neue Häuser, bei denen nicht einmal 50 Prozent der Wohnungen bewohnt sind – sie sind jedenfalls am Abend immer dunkel – und links wurden soeben zwei dreigeschossige Häuser gebaut! Sollen denn alle Grünflächen im Rheintal, von denen es nun wirklich nicht mehr so viele gibt, zugebaut und zubetoniert werden? Nach welchen Kriterien werden von den verantwortlichen Politikern die Baubewilligungen erteilt? Welchen Einfluss haben Baufirmen auf diese Entscheidungen? Gehen hier Vernunft und Augenmaß zugunsten von Profitdenken verloren? Was für einen Lebensraum hinterlassen wir unseren Kindern und Enkeln? Welche Antworten bekommen wir auf diese Fragen?
Elvira Maul, Feldkirch