Diese Firmen von Land und WKV arbeiten ab sofort gemeinsam

18.05.2026 • 17:28 Uhr
Diese Firmen von Land und WKV arbeiten ab sofort gemeinsam
Im Campus V wird ab heute im “forum Vorarlberg” gemeinsam für den Standort und die Destination Vorarlberg gearbeitet. VN

Mit der Zusammenführung von Vorarlberg Tourismus und WISTO, die am Dienstag vorgestellt wird, sollen Effizienz gesteigert und Kosten gespart werden.

Dornbirn Die Ankündigung klingt relativ harmlos, aber in Wahrheit ist es eine grundlegende Veränderung in der Struktur von Serviceunternehmen im Land. Zuallererst: Statt mit verschiedenen Logos tritt Vorarlberg in Zukunft mit einer Marke auf: der Marke, die schon bisher vom Vorarlberg Tourismus verwendet wird. “Das ist die stärkste Marke, deshalb haben wir uns dafür entschieden”, nur noch diese zu verwenden. Einher geht damit aber auch die räumliche Zusammenlegung der “Wirtschafts-Standort Vorarlberg” Betriebsansiedlungs GmbH (WISTO) und Vorarlberg Tourismus GmbH sowie der Abteilung “Convention Partner Vorarlberg”, die bisher beim Bodensee-Vorarlberg Tourismus angesiedelt war, im neuen “forum Vorarlberg” im Campus V in Dornbirn. Folgen soll auch eine organisatorische Zusammenlegung der bisher eigenständig agierenden Organisationen. Vorarlberg Tourismus und WISTO sind in der Hand von Wirtschaftskammer Vorarlberg und Land Vorarlberg (bei der WISTO außerdem die Hypo Vorarlberg mit 33,33 Prozent), was das Zusammenrücken wesentlich vereinfacht.

Alles unter Tourismus-Marke

Dadurch werden z. B. die Kosten für die Betriebsräumlichkeiten geringer, die Möglichkeiten der gemeinsamen Präsentation deutlich größer. Ab Dienstag ist auch der neue Auftritt bereits online: “Die Tourismus-Marke ist die international bekannteste Marke für unser Bundesland”, sagt eine in die Planung involvierte Person. “Unter dieser gemeinsamen Standortmarke entwickeln beide Organisationen ein neues, abgestimmtes Leistungsangebot.” Sie sollen damit ein starkes Zeichen für die Weiterentwicklung des Wirtschafts- und Tourismusstandorts Vorarlberg setzen”, sind Land und Kammer überzeugt. Doch alles der Reihe nach.

Diese Firmen von Land und WKV arbeiten ab sofort gemeinsam
Wirtschafts- und Tourismuslandesrat Marco Tittler soll die Zusammenlegung der beiden Serviceunternehmen vorangetrieben haben. VN

Die WISTO und Vorarlberg Tourismus beschäftigen gemeinsam knapp über 40 Mitarbeiter, zu Kündigungen soll es nicht kommen, allerdings wurden im Vorfeld Arbeitsplätze nicht besetzt, die frei geworden sind. Durch die Zusammenlegung erwartet man als erstes Ergebnis geringere Verwaltungskosten: Man brauche nicht mehr alles mal zwei machen, ist das Argument dafür. In der Folge will man weitere Synergien umsetzen – als Struktur ist eine Dreiteilung vorgesehen: Dienstleistungen für die Wirtschaft, Destinationsmanagement sowie das Standort-Marketing, mit dem man sowohl Touristen, Firmen wie auch qualifizierte Mitarbeiter für Vorarlberg interessieren wolle. Von der Marke Vorarlberg wolle man in diesem neuen Konstrukt nur die Themen weiterhin betreuen, die in diesen Raster passen. “Weitere Aktivitäten, die nicht unbedingt in unserem Fokus stehen, können zum Beispiel in den Fachabteilungen des Landes betreut werden.”

“Stehen erst am Anfang”

Die Verantwortlichen haben sich ähnliche Modelle in ähnlichen Regionen – z. B. in Südtirol – angeschaut, das schon seit mehreren Jahren auf das Modell setzt, wie es Vorarlberg nun realisiert wird. “Wir stehen erst am Anfang”, aber dennoch: Bis Ende des Jahres soll ein verbindliches und tragfähiges Synergiemodell stehen, das die Zusammenlegung nicht nur rechtfertigt, sondern die Serviceorganisationen erfolgreicher mache. In diesem Zusammenhang sind auch die schon länger laufenden Gespräche zwischen den regionalen Destinationen und Vorarlberg Tourismus zu sehen, die Potenziale identifiziert, die bisher so nicht oder zu wenig genutzt worden sind. Was die Führungsstruktur der neuen “Vorarlberg GmbH” angehe, werde man erst mit entsprechenden Erfahrungen zu einem Ergebnis kommen, will die mit der Sache vertraute Person noch nichts Konkretes berichten – kein Geheimnis sei aber, dass WISTO-Geschäftsführer Jimmy Heinzl auch in Zukunft eine führende Rolle einnehmen werde.