Systematische Zermürbung durch die PVA

Leserbriefe / 18.05.2026 • 10:46 Uhr
Systematische Zermürbung durch die PVA

Wer an ME/CFS erkrankt, verliert ohnehin vieles, wenn nicht sogar alles: die Gesundheit, den Job, das soziale Leben. Doch anstatt ein Sicherheitsnetz zu bieten, agiert die Pensionsversicherungsanstalt (PVA) oft als Existenzvernichter. Anträge auf Berufsunfähigkeit oder Pflegegeld werden reihenweise mit der zynischen Behauptung abgeschmettert, die schwere organische Erkrankung sei bloß „psychisch“. Damit zwingt die PVA schwerstkranke Menschen in jahrelange, kräfteraubende Gerichtsverfahren. Für ME/CFS-Patienten ist das ein „Todesurteil“ auf Raten: Durch die krankheitstypische Belastungsintoleranz führt der immense, existenzielle Stress dieser Prozesse zu einer nachweislichen und oft dauerhaften Verschlechterung ihres Zustands. Die PVA nutzt diese Schwäche schamlos aus. Sie spekuliert scheinbar darauf, dass den Betroffenen mitten im Verfahren die Kraft oder das Geld ausgeht. Es macht fassungslos und wütend, mit welcher institutionellen Kälte hier Existenzen vernichtet werden. Schwerkranke Menschen werden in den Ruin und in endlose Unsicherheit getrieben, nur um Geld zu sparen. Diese behördliche Grausamkeit und die politische Tatenlosigkeit dahinter sind ein handfester Skandal. Es reicht! ME/CFS-Erkrankte brauchen keine existenzbedrohenden Gerichtsschlachten, sondern endlich Rechtssicherheit, faire Gutachten und die ihnen zustehende finanzielle Hilfe.

Daniel Mauche, Feldkirch