Leserbrief: Tatsachen übers Achtal

Leserbriefe / 23.06.2026 • 15:45 Uhr
Leserbrief: Tatsachen übers Achtal

1900 errichteten Pioniere in zwei Jahren die Wälderbahntrasse entlang der Bregenzerache von Bregenz bis Bezau mit Pickel, Schaufel und Manneskraft die immer noch bewundernswerten Viadukte, Stützmauern, Tunnel und Brücken der Strecke entlang, wo 80 Jahre lang eine 20-Tonnen-Lok gefahren ist. Dann stufte die ÖBB die Wälderbahn als nicht rentabel ein und bei der erstbesten Gelegenheit waren die Lokomotiven und Waggons verkauft. Eine Abfindung von 60 Millionen Schilling bekam die Regio Bregenzerwald, damit die Erhaltung der Bauwerke und Brücken gesichert ist. Damals gab es noch keine Natura-2000-Ernennung. Heute fokussieren sich extreme Naturschützer auf diesen Flussweg der Ache entlang, der als Radweg von Egg nach Bozenau im Natura-2000-Gebiet ausgewiesen ist. Die Senderstraße von Lauterach/Dornbirn nach Lustenau ist auch Natura-2000-Gebiet und kann von jedem Autofahrer und Radler befahren werden. Hier gibt’s sogar Pläne, die S 18 im Tunnel in die Schweiz zu bauen, das geht? Als sicheren Zugang in den Bregenzerwald ist die ehemalige Bahntrasse mit ihrer geringen Steigung verfügbar und könnte – auch ohne große Summen – Schritt für Schritt erhalten werden. Das Geld für Achtal-Studien und bezahlte Fachjuristen ist umsonst, denn der einstimmige Landtagsbeschluss und ein Budget von 2,4 Millionen fürs Achtal wurden einfach in die Schublade gelegt.

Silvia Greber-Schmelzenbach, Schwarzach