Tierische Message Control: Wenn Experten erst fragen müssen, ob sie antworten dürfen

Hinter den Kulissen: Ob Fischerei, Biber oder Wildbiologie: Fachleute des Landes wirkten bei VN-Anfragen zuletzt nicht frei in ihrer Auskunft.
Message Control Landeshauptmann Markus Wallner (58, ÖVP) betont stets gerne, wie sehr er der Bürokratie zu Leibe rücken möchte. “Rasch handeln, mit Hausverstand und weniger Bürokratie”, hieß es da unlängst wieder in einer Aussendung im Zusammenhang mit dem neuen Jagdgesetz. Oft schaut die Praxis freilich genau umgekehrt aus. Beim Land beschäftigte Experten können, so wie das früher unkompliziert Usus war, nicht mehr einfach Auskunft geben, wenn sie zu aktuellen Themen um eine Sachauskunft gefragt werden. Fast peinlich berührt wirkten da etwa Fischereibeauftragter Nikolaus Schotzko (58), Biberkennerin Agnes Steininger (49) und auch Wildbiologe Hubert Schatz (61), nachdem sie von den VN zu aktuellen Vorkommnissen in ihren Fachgebieten befragt worden waren.
Sie müssten zuerst das Okay im politischen Ressort von Landwirtschafts- und Naturschutz-Landesrat Christian Gantner (ÖVP, 45) einholen, ehe sie Sachauskünfte geben dürfen. Das Okay von Gantner kam zwar stets prompt, der Mehraufwand ist dennoch nicht wirklich nachvollziehbar.