Leserbrief: Bürokratieabbau ungeeignet für Naturschutzanliegen

Leserbriefe / 01.07.2026 • 12:45 Uhr
Leserbrief: Bürokratieabbau ungeeignet für Naturschutzanliegen

Die zweiwöchige extreme Hitzewelle muss auch Klimawandelleugnern und unseren Gesundheitsverantwortlichen zu denken geben. Alte und neugepflanzte Bäume als Schattenspender sind vor allem in unseren durch Asphalt/Beton stark überhitzten Städten eine Lebensqualitätssteigerung, speziell für ältere Menschen, und von politisch Verantwortlichen dringendst vorzunehmen. Was aber im Ländle unter dem Deckmantel notwendiger Entbürokratisierung für Naturschutzeinschränkungen unter Schwarz/Blau geplant ist, wäre ein “Frontalangriff auf die Natur”, wie es Gründenkende entlarvten, und ein Kniefall vor der Bauindustrie für schnellere Zulassung naturzerstörender Baumaßnahmen. Klima-/Naturschutz darf einfach nicht immer nur als Ärgernis gelten, sondern als vordringlicher Maßnahmenkatalog, wie es die wissenschaftliche Klimaforschung dringendst einfordert. Klimafreundlich ist auch ein möglichst einfaches und kostengünstiges VVV-Tarifangebot für unsere “Öffis”, denn nur ein solches wird auch von älteren Menschen längerfristig angenommen. Der VN-Bericht eines Busfahrers (29.6.) sowie Leserbriefe zeigen leider Gegenteiliges. Hier wird von komplizierten und teureren Lokal-/Regionalzonen berichtet, die den Ticketerwerb für Busfahrer und Busbenützer unnötig schwierig machen. Offensichtlich also kein “großer Wurf”, wie der zuständige Landesrat Bitschi verkündete. Mehr Umweltfreundlichkeit würde auch die Umsetzung der “EU-Renaturierungsverordnung” (seit 2024) bringen. Beispielsweise das speziell von Gerald Mathis mit großem Engagement betriebene Projekt zur Wiederherstellung einer verkleinerten “Alten Fußach”, wo doch ein begehbares Bächlein für Familien und Erholungssuchende an Hitzetagen geradezu herbeigesehnt wird.

Egon Troy, Fußach