Leserbrief: Nächster S 18-Streich

Ein einziger Blick auf den Plan im Artikel “Grünes Licht für nächsten S 18 Schritt” (VN 22.07.26) offenbart, wie widersinnig die S18CP-Straßenführung geplant ist. Da fehlt es nicht nur am viel beschworenen Hausverstand, sondern auch am Respekt vor demokratischen Entscheidungen der betroffenen Gemeinden. Die realen und denkbar schlechtesten geologischen Voraussetzungen für diesen Bau werden ebenfalls ignoriert. Über die gravierenden Auswirkungen auf die Natur, auf das Klima und die zu erwartende Verkehrslawine wie im Wipptal wollen LR Bitschi und LH Wallner einfach drüberfahren. Koste es, was es wolle, und “weiter so” ist die Devise, Hauptsache, die Wirtschaftskammer kann applaudieren. Dass ausgerechnet ein roter Verkehrsminister die Weichen zu dieser verhängnisvollen Entwicklung stellt, obwohl klar ist, dass die enormen Kosten bei den sozial Bedürftigen bundes- und landesweit eingespart werden, zeigt, dass auch die sozialistische Partei bereit ist, ihre Ideale zu verraten. In der Ignoranz gegenüber Klima und Naturschutz unterscheiden sich Schwarz, Blau und Rot ohnehin nicht mehr. Dass die Asfinag die Kosten trägt, ist eine einzige Augenauswischerei, denn woher kommt dieses Geld? Wenn zukunftsvergessene Machtpolitik so agiert, ist es notwendig, dass alle aufstehen, die damit nicht einverstanden sind, um den Widerstand der zivilgesellschaftlichen Initiativen zu stärken.
Franz Ströhle, Alpenschutzverein für Vorarlberg, Dornbirn