Leserbrief: PV-Anlagen und die Verhinderungstaktik der öffentlichen Stromanbieter

Leserbriefe / 06.08.2026 • 08:00 Uhr
Leserbrief: PV-Anlagen und die Verhinderungstaktik der öffentlichen Stromanbieter

Extreme Hitze und anhaltende Dürre zwingen Betreiber konventioneller Kraftwerke zunehmend zur Drosselung oder kompletten Abschaltung. Gleichzeitig werden Besitzer kleiner PV-Anlagen hierzulande von lokalen Stromanbietern zwangsweise mit verschlechterten Einspeisebedingungen konfrontiert. Statt vorhandene und längst bekannte Lösungen zur Glättung von Produktionsspitzen konsequent zu nutzen, werden gezielt Fehlanreize gesetzt. Die Folge: Private Investoren werden systematisch demotiviert, weiter in die Energiewende zu investieren. Warum sollte man noch in Photovoltaik investieren, wenn die wirtschaftlichen Vorteile immer weiter beschnitten werden? Besonders widersprüchlich ist die Förderung kleiner Heimspeicher, obwohl deren Wirtschaftlichkeit häufig fraglich ist. Gleichzeitig bleibt das enorme Potenzial der bereits vorhandenen Großspeicher in Elektrofahrzeugen weitgehend ungenutzt. Es wird durch fehlende Möglichkeiten zur Integration und aktuelle Vorschriften sogar faktisch blockiert. So entsteht der Eindruck, dass nicht die Beschleunigung der Energiewende im Vordergrund steht, sondern deren unnötige Verkomplizierung.

Martin Huchler, Götzis