Leserbrief: St. Arbogast: Parkverkehr ordnen – aber mit Maß

Zum VN-Heimat-Artikel “Arbogast: Streit um neue Parkplätze”, VN vom 8.8.2026:
Dass der teilweise chaotische Parkverkehr bei größeren Veranstaltungen des Bildungshauses in St. Arbogast besser geordnet werden muss, ist nachvollziehbar. Die Frage ist jedoch, ob dafür zusätzliche Parkflächen direkt im Naturschutz- und Naherholungsgebiet die richtige Antwort sind. Ein geordneter Parkverkehr sollte auch möglich sein, ohne Hunderte Quadratmeter Wald zu roden und die Wiese gegenüber der Kirche in eine Parkfläche umzuwandeln. Klare Beschilderung, konsequente Parkraumordnung sowie bauliche Begrenzungen durch Begrenzungspfosten oder Findlinge können unerlaubtes Parken verhindern. An Tagen mit hoher Auslastung können Shuttle-Angebote, der öffentliche Verkehr und weitere organisatorische Maßnahmen hinzukommen. Entscheidend ist für mich deshalb nicht, wie naturnah ein neuer Parkplatz gestaltet werden kann, sondern ob dieser Eingriff überhaupt notwendig ist. Mit der bereits beschlossenen Parkplatzerweiterung beim Salzsilo an der L50 gibt es eine Alternative, die zusätzliche Stellplätze am Rand des Gebiets schafft, anstatt weitere Parkflächen ins Herz von St. Arbogast zu verlagern. Dieser besondere Natur- und Naherholungsraum verdient einen sorgsamen Umgang. Nicht die maximale Zahl an Parkplätzen, sondern die verträglichste Lösung für Natur, Ortsbild, Anrainer und Bildungshaus sollte unser Maßstab sein.
Mag. Daniel Scheyer, Götzis