Leserbrief: Umweltpolitik würde sich lohnen

Leserbriefe / 21.08.2026 • 12:00 Uhr
Leserbrief: Umweltpolitik würde sich lohnen

Ich habe den Eindruck, unsere Regierung (Land wie Bund) hat “Angst” davor, effektive Reformen und Gesetze zugunsten der Umwelt zu machen. Erstens, weil das Einschränkungen für manche Menschen bedeuten würde und daher die eine oder andere Wählerstimme zur FPÖ wandern könnte. (Bekanntlich hat Kickls Auftreten gegen Einschränkungen ihm schon bei Corona massiv Stimmen gebracht.) Zweitens, weil die Wirtschaftslobby großen Einfluss ausübt. Dass die Wirtschaft den Naturschutz hintanstellt (z. B. gegen eine Höchstgrenze der Bodenversiegelung ist), erschließt sich mir nicht. Der Slogan “Geht’s der Wirtschaft gut, geht’s uns allen gut” mag stimmen, aber der Wirtschaft geht’s halt nur gut, wenn’s der Natur gut geht! Beispiele für volkswirtschaftliche Schäden infolge Missachtung der Klimaerwärmung (nicht in den letzten Jahrhunderten, sondern in den letzten Jahren): Ernteausfälle (Brot und Gemüse wird teurer werden), zu wenig Tierfutter (Vieh muss geschlachtet werden, Milch wird teurer), Straßenbeläge wölben sich auf oder sacken ab, Gletscher verschwinden, der Grundwasserspiegel sinkt bedenklich, Flüsse sind nicht mehr schiffbar, Strom wird knapp (Flusskraftwerke liefern weniger, Atomkraftwerke können nicht mehr gekühlt werden), unter der Hitze leidende Menschen, die Sterblichkeitsrate steigt, der Bierkonsum sinkt, … Was muss noch geschehen, damit die Politik konkrete Umweltpolitik zur Chefsache macht?

Herbert Dünser, Schnifis