Leserbrief: Zum Wohle der Vorarlberger Bevölkerung

Die L200 ist die am stärksten befahrene Zugangsstraße in den Bregenzerwald. Obwohl auf die gefährliche Radfahrersituation ohne Fahrradstreifen jahrelang hingewiesen wird (Alternative: sicherer Weg über die ehemalige Bahntrasse), sehen die verantwortlichen keinen Handlungsbedarf. Achtalweg-Freunde haben jahrelang den Erhalt/Zugang in den Bregenzerwald über die ehemalige Bahntrasse der Wälderbahn von den Verantwortlichen gefordert. Hier ist bereits der Weg bis zu den Tunneln gut begehbar, und das 2,4 km lange Wegstück zwischen den Tunneln ist zu sanieren. Die Hangrutsche sind größtenteils unten und bedroht wird man vom herabrutschenden, umgefallenen Holz, was jedoch nicht abtransportiert werden kann, weil kein Weg vorhanden ist. Dann könnte man von Bregenz bis Bozenau und auf dem bereits bestehenden Radweg bis Schoppernau und zurück sicher die Natur genießen. Ein Beispiel aus Kärnten: Die Lieserschlucht zwischen Milstätter See und Spital zeigt, was gute tatkräftige Politiker beim Radwegbau zustande bringen können. Mit diesem aktuellen Radweglückenschlussprojekt, welches sich das Land in drei Jahresetappen 21 Mio. Euro kosten lässt, setzt Kärnten ein weiteres Beispiel für nachhaltige Verkehrssicherheit und Klimaschutz. Man stelle sich eine Karikatur von Raos vor, wo die beiden wichtigsten Landespolitiker auf einem Tandem mit Kiki-Anhänger auf der Schwarzachtobelstraße in den Bregenzerwald strampeln. Das soll die Bevölkerung in Kauf nehmen, wenn sie schon radeln will.
Silvia Greber-Schmelzenbach, Schwarzach