Leserbrief: Privatkliniken: Statement Babler

Zum Bericht in den Vorarlberger Nachrichten vom 27.8.2026:
Vizekanzler Babler sprach in den Sommergesprächen eine Umstrukturierung der Privatkliniken-Förderungen an. Dies ergab einen lauten Aufschrei. Jetzt habe ich als parteiloser Mensch mir diesen Vorschlag durch den Kopf gehen lassen. Ist dies wirklich so unvernünftig? Ich meine: nein. Beispiel: Viele Ärzte würden gerne Ärzte anstellen; dies scheitert an der Nichtfinanzierung durch die Gesundheitskasse. Primärversorgungszentren, dies stockt aufgrund der Budgetknappheit ebenso wie Gruppenpraxen, Pflegepersonal fehlt in Krankenhäusern. Ich bin kein Gegner von Privatkliniken, bin aber der Meinung: Müssen wir 200 Millionen Euro in etwas investieren, was nur vermögenden Privatpatienten nützt? 20 Millionen sind hier mehr als ausreichend, wenn wir ein marodierendes Gesundheitssystem haben, denn klar ist: Der Bürger hat ein Recht auf Gesundheit, und der Staat hat dafür bereitzustehen.
Andreas Hager, Wolfurt