Leserbrief: Die große Kunst des Schilderlesens auf der Autobahn 

Leserbriefe / 07.09.2026 • 13:40 Uhr
Leserbrief: Die große Kunst des Schilderlesens auf der Autobahn 

Derzeit ist jeden Morgen auf der A14 dasselbe Schauspiel: strahlender Sonnenschein, staubtrockene Fahrbahn, keine Wolke am Himmel – und plötzlich wird aus 130 km/h vorsorglich 80. Sicher ist sicher. Man weiß ja nie, vielleicht liegt irgendwo auf einem Berg Schnee. Kleiner Hinweis für alle, die mit dem Zusatzschild „bei Nässe oder Schnee“ noch auf Kriegsfuß stehen: Es gilt bei Nässe oder Schnee auf der Fahrbahn. Nicht bei Sonnenschein. Nicht bei Wolken. Und auch nicht, weil der Wetterbericht irgendwann im Winter Schnee angekündigt hat. Wer auf trockener Fahrbahn grundlos auf 80 abbremst, erhöht übrigens nicht die Sicherheit – er produziert Kolonnen, Staus und gefährliche Bremsmanöver. Verkehrsschilder sind keine Hieroglyphen. Ein Blick auf die Fahrbahn genügt: trocken = 130, nass oder verschneit = langsamer. Eigentlich kein Masterstudium nötig. Vielleicht sollte die Führerscheinprüfung künftig einen kleinen Lesetest enthalten. Nicht für komplizierte Gesetzestexte, sondern nur für die paar Worte auf den Zusatztafeln. Der morgendliche Berufsverkehr würde es danken.

Annabell Stübe, Altach