Leserbrief: Wenn die letzte Biene tot ist

Leserbriefe / 08.09.2026 • 13:13 Uhr
Leserbrief: Wenn die letzte Biene tot ist

… die Vögel verhungert sind und Fledermäuse ausgerottet sind und die meisten Moore ausgetrocknet wurden, kommt die Einsicht zu spät, dass wir ohne Natur nicht lebensfähig sind und materieller Überfluss letztlich nicht glücklich macht. Das neu geplante Naturschutzgesetz Vorarlbergs ist ein Naturausbeutungsgesetz und forciert den weiteren Raubbau unserer Mitwelt. Straßen quer durchs Land, noch mehr versiegelte Flächen und das alles für einen vergänglichen Wohlstand und zügellosen Kapitalismus. Schon 1972 beschrieb der Club of Rome, dass es Grenzen des Wachstums gibt. Inzwischen sind diese schon lange erreicht. Der Lebensstil Vorarlbergs verbraucht jetzt schon 3 Planeten! Wenn Sie, sehr geehrter Herr Landeshauptmann Wallner, und Herr Landesstatthalter Bitschi die Natur wie ein Objekt ohne Eigenwert behandeln, dann ist vielleicht die Zukunft Ihrer eigenen Kinder eine Frage, die nachdenklich machen könnte. Die Mitwelt ist ein Subjekt mit einem Selbstwert, mit Rechten einer juristischen Person und kein Besitz von uns Menschen. Respektvoll ist es, der Natur Fläche und Platz zurückzugeben. Ansonsten dürfen wir uns nicht wundern, dass junge Menschen keine Kinder mehr haben wollen und immer weniger Gründe haben, glücklich zu sein, denn der Planet wurde von wenigen wohlhabenden Menschen auf Kosten anderer geplündert, ausgeraubt und zerstört.

Jürgen Mathis, Hohenems