Leserbrief: Naturschutz opfern wir nicht der Deregulierung!

In Vorarlberg wird der Naturschutz unter dem Deckmantel der Deregulierung ausgehebelt. Als Naturwächter und Großvater bin ich entsetzt über die Naturschutz-Novelle. Der Entwurf des Naturschutzgesetzes (GNL) ist ein Angriff auf unsere Lebensgrundlage: Uferschutz wird halbiert, Moore dürfen trockengelegt, Straßen unbegrenzt gebaut werden – und die Naturschutzanwältin verliert ihre Stimme für die Natur. In Zeiten von Hitzerekorden, Trockenheit und Extremwetter ist das unverantwortlich. Moore speichern CO2, Uferschutz schützt vor Hochwasser, dient der Biotopvernetzung, und intakte Natur sichert unsere Zukunft. Doch die Novelle schwächt genau diese Schutzmechanismen. Die Europäische Menschenrechtskonvention garantiert das Recht auf eine gesunde Umwelt. Diese Novelle verletzt es. Wir brauchen mehr Natur, nicht weniger – für Klimaschutz, für unsere Enkel und für eine lebenswerte Heimat. Forderung: Moore vollständig schützen, Uferschutz beibehalten, Naturschutzanwalt stärken und jede Geländeveränderung in Alpinregionen naturschutzrechtlich prüfen. Naturschutz ist kein Luxus – er ist Überlebensnotwendigkeit.
Max Hartmann, Altach