Leserbrief: Kopftuchverbot sorgt für Konflikte

Zum VN-Bericht vom 12./13. September 2026. Dass die konservativen Muslime das Kopftuchverbot ablehnen werden, war zu erwarten und wird jetzt zur zusätzlichen Belastung der Lehrer. Für die Migrationsprobleme müsste der Staat Regeln wie „Unsere Gebräuche, Sitten und Gesetze müssen geachtet werden, jeder Neuangekommene muss nach drei Jahren der Anwesenheit seinen Lebensunterhalt selbstständig finanzieren, Familienzusammenführung gibt es nur bei gesicherter Selbstversorgung, alle länger als drei Jahre Anwesenden bekommen eine befristete Aufenthaltsgenehmigung mit der Auflage, sich binnen einem Jahr am Arbeitsmarkt zu integrieren, illegal Eingereiste und in die Kriminalität Abgewanderte werden abgeschoben“ aufstellen und umsetzen. Bei meinem achtundzwanzigjährigen beruflichen Auslandsaufenthalt, davon knapp zehn Jahre in vier arabischen Ländern, habe ich erlebt, wie Ausländer in Herkunftsländern unserer Flüchtlinge behandelt werden. Bereits bei unschuldigen Verkehrsunfällen wurden Mitarbeiter nach hohen US-Dollar-Strafen mit der Begründung „Wenn sie nicht hier wären, wäre der Unfall nicht geschehen“ nach einem Monat Gefängnis abgeschoben. Die Annäherungen an Frauen, religiöse oder politische Kritik hätten lebensbedrohend geendet. In Österreich werden unter dem Deckmantel der Rechtsstaatlichkeit wie z. B. in Wien endete der Massenmissbrauch eines zwölfjährigen Mädchens mit der Begründung „den ausländischen Burschen war ihre Minderjährigkeit nicht bekannt“ mit elf Freisprüchen. Wobei die überwiegende Mehrheit der seit Generationen anwesenden Muslime ein wertvoller Teil unserer Gesellschaft ist.
Alfred Fuchs, Dornbirn