Leserbrief: Frieden, Frieden

Nach einem unverschuldeten Verkehrsunfall in Satteins, der mir unsagbare Schmerzen verursacht hatte (innere Blutungen – sofortige Notoperation, Wirbelverletzungen, Rippenbrüche, Hüftschaden), vegetierte ich im Krankenhaus tagelang dahin. Ich wollte nichts anderes als sterben. Halb umnachtet, vollgepumpt mit Schmerzmitteln, plagte mich – soweit ich noch denken konnte – ständig der Gedanke: “Frieden, Frieden.” Ich wünschte, dass dazu ein Wortgottesdienst abgehalten werde. Und der fand tatsächlich statt. Verwandte und sehr viele Bekannte aus Nah und Fern füllten an einem Abend die Kirche von Batschuns bis auf den letzten Platz. Wenn wir sterben, sollen wir in Frieden ruhen. Warum können wir nicht alle in Frieden leben? Ich bin überzeugt: Alle haben hauptsächlich für mich gebetet. Schon ab dem nächsten Tag hat sich mein Zustand rasch derart verbessert, dass ich wieder Mut und Kraft schöpfen konnte, weiterzuleben. Herzlichen Dank an alle, die für mich gebetet haben. Dank an die Ärzte und das Pflegepersonal im LKH Feldkirch; sie haben viel geleistet, um mir das Leben erträglicher zu machen. Es wird wohl noch Monate dauern, bis ich ohne Hilfe wieder stehen und gehen kann. Meine Erfahrung: Das Gebet vieler Menschen kann viel bewegen.
Alfons Mathis, Batschuns