Leserbrief: Verantwortung übernehmen und Fehler zugeben

Ich staune immer wieder. Es ist nicht jedermanns Sache, Verantwortung zu übernehmen oder Fehler zuzugeben. Beispiele: 1. Marke Vorarlberg: Gemäß VN (25.9.26) sind bisher 18 Millionen Euro ausgegeben worden, ohne konkrete Resultate. Wie kann so etwas passieren? Aber wie Herr Ohneberg (Kommentar, VN v. 28.9.26) schreibt: “Die Marke ist nicht gescheitert”. Einverstanden, aber dazu braucht es nicht 18 oder mehr Mio. Euro. Geld, das der Landeskasse fehlt. Ohne gutes Konzept keine Resultate. Und wer übernimmt die Verantwortung? 2. Tarifreform öffentlicher Verkehr: Kommentar VN vom 24.9.26, M. Prock: Da ist doch etwas schiefgelaufen. Rund 44 Prozent der Fahrten seien teurer geworden. Wer übernimmt die Verantwortung oder gibt Fehler zu und macht eine Entscheidung rückgängig oder korrigiert diese Reform? 3. Hypo Vorarlberg: Ungefähr 133 Millionen Euro in den Sand gesetzt, weil man ungesicherte Kredite an einen Herrn Benko und seine Firmen ausgab. Ein Verlust, der zu drei Vierteln in der Kasse des Landes fehlt (Land Vorarlberg größter Teilhaber Hypo Vorarlberg). Niemand hat Verantwortung übernommen oder Fehler zugegeben. Dank an den Rechnungshof, der immer wieder Ungereimtheiten feststellt. Ich selbst habe gelernt, Verantwortung zu übernehmen und Fehler zuzugeben. Bisher hat es mir nicht geschadet. Und bei mir gab es keine finanziellen Ungereimtheiten oder Desaster.
Hugo Waldner, Bregenz