Anita Dünser: Das Zentrum ihres Lebens war die Familie

Am 7. August starb Anita Dünser, eine herzensgute und gesellige Frohnatur. Immer sorgte sie sich zuerst um alle anderen.
Von Martina Hädge
Höchst Anita wurde am 25. April 1967 in Bregenz geboren, als dritte von fünf Schwestern. Gemeinsam mit ihnen wuchs sie in Fußach auf, wo die aus Kärnten stammenden Eltern ein Haus gebaut hatten. Nach der Schule arbeitete Anita als Näherin bei der Firma Wolff. Die lebensfrohe junge Frau liebte es, auszugehen und andere Menschen zu treffen. So lernte sie auch ihren ersten Ehemann kennen. Die beiden heirateten und übernahmen Anitas Elternhaus in Fußach.

Aufopferungsvolle Mama
1993 kam Anitas einzige Tochter Nicole zur Welt. Liebevoll für sie zu sorgen stand für Anita an erster Stelle, und sie richtete ihr Leben danach aus. So nahm sie erst wieder eine Arbeit bei der Firma Wolford auf, als die Tochter älter war. Kurz bevor Nicole erwachsen wurde, trennten sich Anita und ihr Mann. Auch wenn beide freundschaftlich verbunden blieben, war es keine leichte Zeit. Doch bald sollte ein neuer Lebensabschnitt für Anita beginnen.
Eine zweite große Liebe
Es war ein großes Glück für Anita, als sie eines Abends ihren Felix kennenlernte. Er wurde der Mann, mit dem sie die Liebe neu entdecken durfte und bei dem sie ankommen konnte. Die beiden heirateten und fanden in Höchst ihr gemeinsames Zuhause. Im Sommer verbrachten sie viel Zeit in ihrem geliebten Schrebergarten. Durch Felix, der selbst erwachsene Kinder und schon Enkel hatte, bekam Anita eine neue Großfamilie.

Die Familie bedeutete ihr alles
Gemeinsame Ausflüge und Unternehmungen mit der Familie waren Anita immer wichtig. Zu ihren Schwestern pflegte sie ihr Leben lang eine innige Beziehung, ebenso zu ihrer Mutter. Regelmäßig fuhr sie zu ihrem Vater, der in die Steiermark gezogen war, in den Urlaub. Es waren schwere Zeiten für Anita, als sie im Jahr 2012 ihre älteste Schwester verlor und als 2019 ihre Mama starb. 2023 kam die Enkeltochter Zoe zur Welt, Anitas größter Stolz. Sie wurde zur besten Oma, die man sich nur vorstellen kann. Wann immer sie gebraucht wurde, unterstützte sie ihre Tochter Nicole und verbrachte viel Zeit mit ihrer Enkelin.

Leidenschaftliche Bäckerin und Köchin
Anitas Back- und Kochkünste waren einzigartig, da konnte ihr niemand das Wasser reichen. Es war Familientradition, dass sie in der Weihnachtszeit zum Putenbraten einlud. Ihre Weihnachtskekse, mit denen sie Familie und Freunde verwöhnte, waren legendär. Die Ernte aus dem Garten kochte sie ein und verarbeitete sie zu vielfältigen Köstlichkeiten. Wenn Besuch kam, stand sie am Grill und sorgte bestens für das leibliche Wohl der Gäste. Sie kannte sich gut mit Kräutern aus, machte selbst Salben oder Hustensaft für ihre Enkelin.

Eine herzliche und hilfsbereite Frohnatur
Anita war ein geselliger Mensch. Inmitten ihrer Freunde oder auf den großen Familienfesten war sie ganz in ihrem Element. Mit ihrem ansteckenden Lachen konnte sie Lebensfreude verbreiten wie keine andere. Oft traf man sie in ihrem Lieblingslokal in Höchst, dem “Beverly Hills”, das ihre beste Freundin Susi betrieb. Alle schätzten ihre direkte und humorvolle Art. Immer hatte sie ein offenes Ohr für die Sorgen anderer. Ohne zu zögern, hätte sie ihr letztes Hemd gegeben, um zu helfen.
Die Krebsdiagnose im Frühjahr kam völlig überraschend. Anita kämpfte mit starkem Lebenswillen bis zum Schluss. Oft machte sie sich mehr Sorgen um ihre Lieben als um sich selbst. Ihr größter Wunsch, die Geburt ihres zweiten Enkelkindes noch zu erleben, erfüllte sich leider nicht mehr. Im Kreise ihrer Familie hat sie am 7. August schließlich diese Welt verlassen.
Begleitet durch: Bestattung Feistenauer
Nachrufe in den Vorarlberger Nachrichten
Möchten Sie einen Angehörigen mit einem Nachruf würdigen? Dann kontaktieren Sie uns unter nachrufe@vn.at unter dem Betreff “Nachrufe”.
Weitere Nachrufe finden Sie hier.