Leserbrief: Der Zweck heiligt nicht die Mittel, …

Leserbriefe / 14.10.2026 • 10:15 Uhr
Leserbrief: Der Zweck heiligt nicht die Mittel, ...

… ist ein tragender ethischer Grundsatz. So sollen Menschen für nichts geopfert werden dürfen, und gilt das dann nicht auch für unsere Mitwelt? In einer Konsumgesellschaft und einem Finanzsystem, in dem Geld die Welt regiert, ist die Weitergabe von menschlichen Werten an die eigenen Kinder nicht einfach. Dies wird heutzutage noch erschwert durch eine Politik, die der weiteren Ausbeutung der Natur und deren Versachlichung, dem Artensterben und der Klimakrise Tür und Tor öffnet. Was soll die nächste Generation von so einer Politik lernen: Ich bin mir der/die Nächste, Gerechtigkeit ist nicht meine Verantwortung, und die nächste Generation geht mich nichts an? Wie sollen wir einen gerechten und friedvollen Umgang mit unseren Mitmenschen lernen, wenn uns beigebracht wird, die Naturzerstörung zu forcieren und für erstrebenswert zu halten? Das neu geplante Natur(zerstörungs)gesetz ist das Gegenteil einer verantwortungsvollen ethischen Weiterentwicklung. Es wird Zeit, dass wir unsere Beziehung zur Natur neu überdenken. Wenn wir weiterhin ein gutes Leben haben möchten, dann müssen wir anerkennen, dass auch unsere Mitwelt ein Recht auf Leben hat. Das würde unserer Zufriedenheit, der globalen Gerechtigkeit, der Ökologie und der zukünftigen Menschheit guttun.

Sandra Mathis, Hohenems