So sieht die neue Moosmahdstraße in Dornbirn aus

Seit Februar wird in der Moosmahdstraße in Dornbirn gebaut. Bald ist damit vorerst wieder Schluss. Was sich änderte.
Dornbirn Noch stehen rot-weiß gestreifte Leitbaken dort, wo künftig Bäume für ein besseres Klima in der Moosmahdstraße sorgen sollen. Abseits davon ist wenige Tage vor Abschluss der Arbeiten zwischen der Bahnhofstraße und der Webergasse die Zukunft der Moosmahdstraße erkennbar.

Am 2. November wird die Moosmahdstraße wieder dem Verkehr übergeben. “Das ist rund vier Wochen früher als ursprünglich geplant”, freut sich die Stadt Dornbirn über die Fortschritte. Ab dann ist die Durchfahrt der Moosmahdstraße wieder möglich, auch die Busse fahren wieder und die Umfahrung ist vorerst wieder aufgehoben.

Und es hat sich im ersten Bauabschnitt viel getan: Der Blick nach oben offenbart dem Besucher die neue Straßenbeleuchtung, die vor allem im Eingangsbereich von der Bahnhofstraße kommend künftig für mehr Licht sorgen dürfte.

Die aus Sicht der Stadtplaner bedeutenderen Veränderungen sind jedoch am Boden. Dies endet jedoch nicht mit den erneuerten Leitungen, deren notwendiger Austausch den Umbau anstieß. So sind etwa die Parkflächen baulich vom Straßenbelag abgehoben. Sie sind künftig als geschlitzter Steinboden erkennbar, durch den der Boden darunter und künftig wohl auch Gras sichtbar wird.

Denn die Moosmahdstraße funktioniert künftig nach dem Schwammstadt-Prinzip: Regenwasser soll nicht mehr möglichst schnell über die Kanalisation abgeleitet werden, sondern vor Ort versickern und verdunsten. Davon sollen nicht nur die Stadtbäume profitieren: Vor allem bei Trockenperioden und Hitze sorgt die Verdunstung für Kühlung, die Straße wird nicht mehr zur Hitzeinsel in der Stadt. Und bei Starkregen staut sich das Wasser weniger. Gerade die Bäume entlang der Straße sollen so auch widerstandsfähiger werden, da ihnen langfristig mehr Wasser zur Verfügung steht.

Breitere und neu gestaltete Flächen sollen auch mehr Raum für Anrainer, Fußgänger und Geschäftstreibende bieten. Mit den Bauminseln und zusätzlichen Grünbereichen erhofft sich die Stadt einen attraktiveren Straßenraum, der neben seiner Verkehrsfunktion auch mehr Aufenthaltsqualität und Raum für Begegnungen bietet.

Die wichtige Verbindung zwischen dem Bahnhof und der Brückengasse und damit in weiterer Folge der Lustenauer Straße soll trotz einer schmaleren Fahrbahn dennoch dieselbe Leistungsfähigkeit wie vor dem Umbau haben, versichert die Stadt. In der verbliebenen Breite sei sie vergleichbar mit der Rohrbachstraße, die eine ähnliche Funktion erfüllt. Auch das neue Tempolimit von 30 km/h verändere nicht viel. Die Auslastung der Straße erlaubte zu den meisten Zeiten bereits bislang keine höheren Geschwindigkeiten.
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Das zweite Baulos, der Abschnitt von der Webergasse bis zur Brückengasse, wird von Februar bis November 2027 angegangen, die dritte und letzte Bauphase von Februar bis Mai 2028 dient den letzten Abschlussarbeiten. Aktuelle Informationen zu den einzelnen Bauetappen, Sperren sowie Zu- und Abfahrten werden über den städtischen WhatsApp-Kanal “Baustellen-Updates Moosmahdstraße” veröffentlicht. Weitere Informationen zum Projekt und zur Verkehrsführung sowie eine aktuelle Karte werden online angeboten.