Leserbrief: Zum täglichen Negativen mal was Positives

Bei allem, was man täglich in den Nachrichten sieht und liest, habe ich etwas wirklich Positives mit der Überschrift “Ozonloch so klein wie seit Jahrzehnten nicht” gelesen. Dabei habe ich gedacht: Wir Menschen können also etwas tun, um weltweite Bedrohungen zu minimieren – konkret mit dem FCKW-Verbot von 1987. Das ist wohl ein super Beispiel dafür, dass wir auch beim menschengemachten Klimawandel zusammen mit Klimawissenschaftlern etwas bewirken können, um unsere noch immer wunderbare Welt auch für unsere Kinder und Kindeskinder menschen- und tierfreundlich zu erhalten. Dies sollte auch für Politiker das oberste Ziel sein. Daher irritiert mich, dass unser Landwirtschaftspräsident Moosbrugger erst kürzlich die völlig fehlgeplante schwarz-blaue Naturschutznovelle befürwortet und gleichzeitig Hunderte “Naturschutzengagierte” (Leserbriefschreiberinnen und -schreiber) abwertet. Darunter sind möglicherweise auch naturnah arbeitende Kleinbauern, denn genau diese sind beruflich auf gesunde Böden und genug Wasser angewiesen und leiden am meisten unter den heurigen und vermutlich noch zunehmenden Wetterextremen. Ein weiteres Thema, das mich schon lange aufregt, ist die Lebensmittelverschwendung. Laut VN-Bericht vom 29.9. landen unglaubliche 3000 Tonnen täglich österreichweit im Müll. Nicht ganz unschuldig daran sind unsere weltmeisterlich vielen Supermärkte, die immer noch eine übertrieben große Sortimentsvielfalt anbieten – beispielsweise bei Brot- und Milchprodukten. Diese müssen dann vielfach wegen Ablaufs des Haltbarkeitsdatums entsorgt werden.
Egon Troy, Fußach