ÖRV-Paradeduo erhielt grünes Licht für Heimweltcup

Sport / 20.11.2019 • 22:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Letzte Saison triumphierten Thomas Steu (oben) und Lorenz Koller in Innsbruck-Igls im olympischen Doppelsitzer und im Sprint. APA

2018-Zweifachsieger Thomas Steu/Lorenz Koller bei Saisonstart in Innsbruck-Igls dabei.

Innsbruck-Igls Im Vorjahr sorgten Thomas Steu und Lorenz Koller mit ihren Siegen im olympischen Doppelsitzer und im Sprint für einen triumphalen Auftakt von Österreichs Kunstbahnrodlern zum Start der Weltcupsaison 2018/19 auf der Heimbahn in Innsbruck-Igls. Durch einen Trainingssturz vor knapp drei Wochen auf der Olympiabahn im russischen Sotschi, wo Mitte Februar 2020 auch die WM ausgetragen wird, stand ein großes Fragezeichen hinter der Teilnahme von Österreichs Paradedoppelsitzer am Wochenende im Eiskanal in der Tiroler Landeshauptstadt. „Bei einem operativen Eingriff vor zwölf Tagen wurden Lorenz die Fragmente nach der Knochenabsplitterung am rechten Ellbogen entfernt“, erklärt der Bludenzer Thomas Steu.

Drei Testfahrten im Renntempo

„Nachdem die Ärzte zunächst von einer Pause zwischen zwei und fünf Wochen ausgegangen sind, hing die Teilnahme am Heimrennen sprichwörtlich am seidenen Faden. Doch dank der perfekten Arbeit unserer medizinischen Abteilung und der Physiotherapeuten ist es uns gelungen, dass Lorenz mit einer Bandage den Arm wieder belasten kann. Wir haben dann drei Trainingsläufe im Renntempo absolviert, uns mit dem Trainerteam beraten und den Entschluss gefasst, es zu versuchen. Natürlich wird es speziell am Start nicht optimal sein. Trotzdem werden wir alles versuchen, um auch diesmal auf unserer Heimbahn ein Wörtchen um den Tagessieg mitreden zu können“, betont der 25-jährige Steu, der mit seinen gleichalten Tiroler Partner im Vorjahr Zweiter im Gesamtweltcup wurde.

Feuertaufe für Yannick Müller

Während Österreichs Paradeduo bereits in seine achte Weltcupperiode startet, wird Steus enger Landsmann Yannick Müller am Wochenende seine Feuertaufe auf höchster Ebene geben. Der 20-jährige Bludenzer ist vom Ein- in den Doppelsitzer gewechselt und wird mit dem Tiroler Armin Frauscher (25) das zweite ÖRV-Doppelsitzerduo bilden. So wie es Steu/Koller vor acht Jahren vormachten, will sich das neue Duo ähnlich Schritt für Schritt an die Weltspitze herantasten.

2019-Sprintweltmeister Jonas Müller plagte sich in den letzten Tagen mit Rückenproblemen herum. APA

Sprintweltmeister mit Rückenproblemen

Durch Jonas Müller, den älteren Bruder von Yannick, ist Vorarlberg mit einem dritten Sportler im Weltcupzirkus vertreten. Der 21-Jährige beendete im letzten Winter seine erste komplette Weltcupsaison im Einsitzer auf dem elften Rang und kürte sich Ende Jänner in Winterberg zum Sprintweltmeister. Allerdings verlief die finale Saisonvorbereitung nicht optimal und Müller plagte sich mit Rückenproblemen herum: „Ich habe vergangene Woche die Trainingsläufe in Altenberg ausgelassen und ein paar Tage Ruhe gegeben. Diese Maßnahme hat sich definitiv gelohnt, die Beschwerden sind soweit okay und ich bin zuversichtlich, am Wochenende meine volle Leistung abrufen zu können“, erklärt der HLSZ-Sportsoldat kämpferisch.