Zentrumsbau in Lech: 2,4 Millionen im ersten Baujahr

Politik / 03.12.2019 • 09:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Nach sieben Monaten reger Bautätigkeit herrscht während der Wintersaison bis Mai 2020 Ruhe auf der Baustelle für das neue Gemeindezentrum in Lech. GEMEINDE/HASSLER

Innerhalb des offiziell genehmigten Investitionsrahmens wurde in Lech am Arlberg die erste Bauphase für ein neues Gemeindezentrum abgeschlossen.

Lech, Bregenz Seit Mai dieses Jahres wird daran gebaut. Bisher sind knapp 2,4 Millionen Euro in die Errichtung geflossen. Die Rede ist von der Errichtung eines neuen Gemeindezentrums in Lech. Schlussendlich, so die Betreiber des Projekts, das mit großer Mehrheit in der Gemeinde beschlossen wurde, sollen bis zum Jahr 2022 knapp 38 Millionen Euro investiert werden. Die Tourismuskommune muss vor dem Hintergrund dieser hohen Investitionssumme nicht nur tief in die Kasse greifen. Auch Darlehen, die ersten Berechnungen zufolge über 26 Jahre hinweg abbezahlt werden sollen, müssen aufgenommen werden. In der ersten Phase des Baues wurden heuer über sieben Monate hinweg zahlreiche Leitungen umgelegt und ein Verbindungstunnel unter der Angergarage mit einer Länge von 80 Metern in die Tat umgesetzt.

Neun Millionen Euro für 2020

Darüber hinaus wurden bestehende Gebäude auf dem Postareal zwischen der Talstation der Bahn nach Oberlech und der Raiffeisenbank abgerissen. In diesem Bereich fällt im Mai 2020 der Startschuss für den Bau einer Tiefgarage mit 180 zusätzlichen Parkflächen. Die zweite Bauphase, für die der Startschuss im Mai 2020 fallen soll, sieht nicht nur eine provisorische Umlegung der Landesstraße vor, auch Erdarbeiten und der Rohbau der zwei Untergeschoße umfassenden Tiefgarage sollen in Angriff genommen und fertiggestellt werden. Die Summe, die 2020 in den Zentrumsbau fließen soll, fällt mit knapp neun Millionen Euro deutlich höher aus. Die kräftigsten Investitionen dürften nach der Fertigstellung der zweiten Phase des Baues erfolgen. Dabei geht es unterm Strich um mehr als 25 Millionen Euro. Kein Wunder also, dass das Hauptaugenmerk von Projektbetreibern, Architekten und Bauausführenden vor allem auf den Finanzen liegt.

Ausstellungscontainer eingerichtet

„Wir liegen derzeit unter und auf alle Fälle innerhalb des prognostizierten Kostenrahmens“, betont Christian Matt als Generalplaner des Architketurbüros Dorner/Matt in Bregenz. Aus seiner Sicht ist es in Lech auch im Hinblick auf die Kritik an der Umsetzung der Pläne ruhiger geworden. „Wir sind mit allen im Gespräch und gehen auf die kritischen Stimmen ein“, sagt Matt auf Anfrage den VN. Stichwort Kritik und Kommunikation: „Wir haben einen Ausstellungscontainer eingerichtet, in dem die laufenden Entwicklungen bei diesem Projekt und die Entwicklung des Dorfkerns in den bevorstehenden Jahren zur Schau gestellt werden“, sagt Michael Haßler, der die Gesamtprojekt- und Bauleitung übernommen hat, im Gespräch mit den VN.