“Das tut richtig weh”

Sport / HEUTE • 16:39 Uhr

Saison-Aus für die Lecherin Magdalena Egger (24): Knieoperation statt Olympiatraum.

Altenmarkt-Zauchensee Es ist nur schwer in Worte zu fassen: Nach Katharina Liensberger (28) hat sich mit Magdalena Egger eine zweite Vorarlbergerin schwer verletzt. Die 24-Jährige muss die Saison aufgrund einer schweren Knieverletzung vorzeitig beenden. Damit verliert der heimische Skiverband (VSV) innerhalb einer Woche zwei potenzielle Olympiastarterinnen.
Magdalena Egger erlitt am Samstag bei ihrem Sturz in der Weltcup-Abfahrt von Zauchensee einen Riss des vorderen Kreuzbandes, einen Einriss des Seitenbandes sowie eine Quetschung des Außenmeniskus im rechten Knie.

GEPA-20260110-101-109-0049
Mit dem Helikopeter wurde Magdalena Egger ins Spital nach Radstadt geflogen. gepa

Die 24-Jährige wurde am Sonntag in der Klinik Kettenbrücke in Innsbruck operiert, wie der ÖSV in einer ersten Stellungnahme mitteilte. Egger war als Zweite der Abfahrt in St. Moritz im Dezember erstmals auf das Weltcup-Podest gefahren und war deshalb schon fast fix für die Olympischen Winterspiele qualifiziert.

GEPA-20260110-101-109-0037
Der Moment, als bei Magdalena Egger die Olympiaträume endeten. gepa

Olympiatraum jäh gestoppt

Die Lecherin, die in zehn Tagen ihren 25. Geburtstag feiern darf, wollte nach ihrem schweren Sturz zunächst noch selbst ins Ziel fahren, hatte jedoch beim Ski-Anschnallen gemerkt, dass dies nicht möglich ist. Mit hoher Geschwindigkeit war sie erst von den Auffangnetzen gebremst worden. Egger blieb zwar bei Bewusstsein, doch es blieb nicht nur bei einer blutenden Nase. Der aufstrebende ÖSV-Star wurde mit dem Helikopter von der Rennstrecke geborgen und für eine Magnetresonanzuntersuchung vorerst ins Krankenhaus Radstadt gebracht, wo die Diagnose gestellt wurde.

GEPA-20260110-101-109-0622
Gestützt von einem Helfer versucht Magdalena Egger noch einmal auf die Beine zu kommen, merkt aber schnell, dass dies nicht mehr möglich ist. gepa

Für Österreichs Alpinskiteam der Frauen ist es der bereits zweite bittere Ausfall im noch jungen neuen Jahr nach jenem von Technik-Spezialistin und Medaillenhoffnung Katharina Liensberger. Die Vorarlbergerin hatte am 2. Jänner beim Training in St. Michael/Lungau bei einem Sturz eine Fraktur des Schienbeinkopfs sowie einen Meniskus- und einen Innenbandriss im rechten Knie erlitten. Und begrub damit ihre Olympia-Träume ebenso wie nun Egger.

GEPA-20260110-101-133-0063
GEPA-20260110-101-109-0619

Weltcupdebüt vor sechs Jahren

“Das tut schon richtig weh, weil Magdalena gute Resultate gehabt hat und sich gut präsentiert hat. Auch in Hinblick auf das, was im Februar kommt”, sagte ÖSV-Frauen-Cheftrainer Roland Assinger. “Sie war nicht gut positioniert, bissl schlampig am Außenski, dann hat der in diesem Neuschnee gebissen. Oder besser gesagt, dann entsteht eine gewisse Eigenständigkeit vom Ski, wenn man ihn nicht belastet. Dann ist sie zu Sturz gekommen, hat noch das Tor touchiert und anschließend das Netz”, schilderte er den Unfall.

Aufgrund Ihrer Datenschutzeinstellungen wird an dieser Stelle kein Inhalt von Iframely angezeigt.

Ihren ersten Weltcupeinsatz hatte Egger vor knapp sechs Jahren (14. Jänner 2020) beim Slalom in Flachau, ihre ersten Weltcuppunkte holte die Vorarlbergerin im November 2020 als 19. beim Slalom in Levi.