
“Das tut richtig weh”
Saison-Aus für die Lecherin Magdalena Egger (24): Knieoperation statt Olympiatraum.
Altenmarkt-Zauchensee Es ist nur schwer in Worte zu fassen: Nach Katharina Liensberger (28) hat sich mit Magdalena Egger eine zweite Vorarlbergerin schwer verletzt. Die 24-Jährige muss die Saison aufgrund einer schweren Knieverletzung vorzeitig beenden. Damit verliert der heimische Skiverband (VSV) innerhalb einer Woche zwei potenzielle Olympiastarterinnen.
Magdalena Egger erlitt am Samstag bei ihrem Sturz in der Weltcup-Abfahrt von Zauchensee einen Riss des vorderen Kreuzbandes, einen Einriss des Seitenbandes sowie eine Quetschung des Außenmeniskus im rechten Knie.

Die 24-Jährige wurde am Sonntag in der Klinik Kettenbrücke in Innsbruck operiert, wie der ÖSV in einer ersten Stellungnahme mitteilte. Egger war als Zweite der Abfahrt in St. Moritz im Dezember erstmals auf das Weltcup-Podest gefahren und war deshalb schon fast fix für die Olympischen Winterspiele qualifiziert.

Olympiatraum jäh gestoppt
Die Lecherin, die in zehn Tagen ihren 25. Geburtstag feiern darf, wollte nach ihrem schweren Sturz zunächst noch selbst ins Ziel fahren, hatte jedoch beim Ski-Anschnallen gemerkt, dass dies nicht möglich ist. Mit hoher Geschwindigkeit war sie erst von den Auffangnetzen gebremst worden. Egger blieb zwar bei Bewusstsein, doch es blieb nicht nur bei einer blutenden Nase. Der aufstrebende ÖSV-Star wurde mit dem Helikopter von der Rennstrecke geborgen und für eine Magnetresonanzuntersuchung vorerst ins Krankenhaus Radstadt gebracht, wo die Diagnose gestellt wurde.

Für Österreichs Alpinskiteam der Frauen ist es der bereits zweite bittere Ausfall im noch jungen neuen Jahr nach jenem von Technik-Spezialistin und Medaillenhoffnung Katharina Liensberger. Die Vorarlbergerin hatte am 2. Jänner beim Training in St. Michael/Lungau bei einem Sturz eine Fraktur des Schienbeinkopfs sowie einen Meniskus- und einen Innenbandriss im rechten Knie erlitten. Und begrub damit ihre Olympia-Träume ebenso wie nun Egger.


Weltcupdebüt vor sechs Jahren
“Das tut schon richtig weh, weil Magdalena gute Resultate gehabt hat und sich gut präsentiert hat. Auch in Hinblick auf das, was im Februar kommt”, sagte ÖSV-Frauen-Cheftrainer Roland Assinger. “Sie war nicht gut positioniert, bissl schlampig am Außenski, dann hat der in diesem Neuschnee gebissen. Oder besser gesagt, dann entsteht eine gewisse Eigenständigkeit vom Ski, wenn man ihn nicht belastet. Dann ist sie zu Sturz gekommen, hat noch das Tor touchiert und anschließend das Netz”, schilderte er den Unfall.
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Ihren ersten Weltcupeinsatz hatte Egger vor knapp sechs Jahren (14. Jänner 2020) beim Slalom in Flachau, ihre ersten Weltcuppunkte holte die Vorarlbergerin im November 2020 als 19. beim Slalom in Levi.