“Ich liebe den Moment im Auto”

Sport / 16.01.2026 • 21:15 Uhr
"Ich liebe den Moment im Auto"
Der VN-Raiffeisen-Sporttalk im Hotel Post in Lech mit Sophia Flörsch, David Meier und Christine Scheyer (von links) wurde von Isabella Canaval (ganz links) moderiert. Steurer

Beim Sporttalk in Lech ließen Sophia Flörsch, Christine Scheyer und David Meier hinter die Kulissen blicken.

Lech Ihre Wege könnten unterschiedlicher nicht sein, doch sie alle lieben das Adrenalin, das im Sport freigesetzt wird. Und so verbindet die Sportler:innen Sophia Flörsch, Christine Scheyer und David Meier vieles, vor allem aber die Liebe zum Sport. Dabei hat die 31-jährige Scheyer ihre langen Abfahrtsskier schon im April 2024 zur Seite gestellt.

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Die vielen Verletzungen zwangen die Speedläuferin zu einem vorzeitigen Ende ihrer Karriere. Ein “guter Schritt”, wie die Götznerin heute sagt. Jetzt könne sie wieder ganz normal joggen oder Tennis spielen, nur das geliebte Skifahren bereitet ihr aktuell weiterhin Schmerzen. Doch Scheyer, die 2017 in Zauchensee einen Weltcupsieg feiern durfte, hat im Familienunternehmen Sola eine neue Herausforderung angenommen. Nicht nur, dass sie nach der Skikarriere ihr Studium beendete, sie hat sich auch in der Firma etabliert. “Ich habe alles quasi von der Pike auf gelernt”, erzählt sie.

"Ich liebe den Moment im Auto"
VN

Auf eine “Verschnaufspause” hatte sie nach dem Karriereende bewusst verzichtet, das “wäre mir zu langweilig gewesen”. Scheyer packt gerne an, wie auch ihr Weg im Skizirkus aufzeigt. Als Slalomläuferin in die FIS-Rennen eingestiegen, hat sich die Vorarlbergerin nicht ganz zur Freude ihrer Mutter zu einer Speedfahrerin entwickelt. “Wer zu viel denkt, ist nicht schnell” – ein Motto, das Scheyer stets vorwärts trieb.

"Ich liebe den Moment im Auto"
Isabella Canaval moderierte den Sporttalk.Steurer

Nicht denken, einfach tun war beim Sporttalk auch das Stichwort für Meier. Einer, der mit den Skiern aus einer Liftgondel oder einem Ballon springt, darf nicht nachdenken, sollte man glauben. Dem ist jedoch nicht so, denn der 24-Jährige macht sich bezüglich seiner Stunts sehr wohl Gedanken. “Nächtelang”, verriet er einmal, mache er sich Gedanken, die dann auf einem Blatt skizziert werden.

"Ich liebe den Moment im Auto"
Chistine Scheyer.Steurer
"Ich liebe den Moment im Auto"
David Meier.Steurer

“Im Vorfeld zu planen ist ganz wichtig”, sagt er und fügt mit einem Schmunzeln hinzu: “Beim Start dann hilft es schon, den Kopf auszuschalten.” Dass ihn der “Kick” reizt, ließ der Nofler dann die Besucher im Hotel Post ebenfalls wissen. “Ich komme vom Rennsport, war in Stams, bin FIS-Rennen gefahren. Schließlich war es mir zu monoton.” Meier wechselte zu den Kunstturnen, spürte, dass “irgendetwas in mir schlummert”. Seine Kreativität ließ ihn zuletzt aus einem Ballon springen. Ein Video, das in den sozialen Medien millionenfach geklickt wurde. “Das war gar nicht so leicht”, verriet er Details. “Es war schon schwer, den Ballon auf dem Berg festzumachen, denn er durfte sich nicht bewegen. Und dann weißt du nicht, wo du landest.”

"Ich liebe den Moment im Auto"
Auch nach dem Talk führten die Gäste Sophia Flörsch, David Meier und Christine Scheyer noch anregende Gespräche.Steurer

Lange Beziehung

Flörsch überraschte gleich zu Beginn mit ihrem “Langzeit-Verhältnis” zum Wintersportort Lech. “Seit ich denken kann, war ich mit der Familie hier. Hier habe ich Skifahren gelernt.” Und hier sprach die 25-jährige Münchnerin über ihre nächsten Pläne und was sie mit dem Vorarlberger Finanzexperten Roland Rupprechter verbindet. Als Formel- und Sportwagenpilot sowie Teamchef eines Rennstalls hatte er Flörsch für das Rennen in Misano im Rahmen der Boss GP Racing Series gewinnen können.

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Sophia Flörsch.Steurer
"Ich liebe den Moment im Auto"
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"Ich liebe den Moment im Auto"
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Gut umzugehen weiß Flörsch auch mit der Tatsache, dass ihr folgenschwerer Unfall 2018 in Macau, als ihr Wagen ausgehoben wurde und gegen eine Rampe mit Fotografen knallte, ihr weltweit Aufmerksamkeit verliehen hatte. “Das hat mir vor Augen geführt, dass Gesundheit das wichtigste Gut ist”, erzählt sie. Den Blick nach vorne hatte die damals 17-Jährige aber trotz einer Wirbelsäulenverletzung nie verloren.

"Ich liebe den Moment im Auto"
VN

“Ich bin nach 100 Tagen wieder in einem Auto gesessen, bin schnell einen Marathon gelaufen und bin nach Macau zurückgekehrt.” Ihre Motivation dafür klingt simpel und verständlich: “Ich liebe den Moment im Auto.” Wohin dies sie führen wird, ist noch ungewiss. “Für 2026 laufen gerade die Verhandlungen.”

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