Zwei FC-Dornbirn-Profis ohne einen neuen Verein

Drei der fünf Ländle-Regionalligaklubs haben in der Winter-Transferzeit kräftig aufgerüstet.
Dornbirn Am 14. März startet die Regionalliga West ins Frühjahr, sportlich ist die Ausgangslage durch die Reform entschärft, denn es gibt keinen Absteiger. Für Aufmerksamkeit sorgt dennoch eine Personalie in Dornbirn. Mit Nikola Pervan und Nathanael Kukanda stehen zwei ehemalige Profis derzeit ohne neuen Verein da. Beide sind aktuell zwar noch beim FC Dornbirn gemeldet, spielen in den sportlichen Planungen jedoch keine Rolle mehr, weil der Klub bewusst einen anderen Weg eingeschlagen hat.

Dornbirn setzt auf einen klaren Schnitt. Statt auf erfahrene Profikräfte baut man künftig auf eine jüngere, entwicklungsfähige Mannschaft mit nur Amateurspielern. Sieben Neuzugänge wurden in Dornbirn im Winter verpflichtet. Mehrere Routiniers haben den Verein verlassen. Trainer Heinz Fuchsbichler verfolgt eine deutliche Linie und betont: „Wir sind nicht schwächer geworden, die Qualität stimmt. Wir haben die Abgänge gut kompensieren können. Der Umbruch kommt zu einem richtigen Zeitpunkt.“ Der vierte Tabellenplatz soll im Frühjahr abgesichert, vielleicht sogar ausgebaut werden.

Hohenems, derzeit Zehnter mit 21 Punkten, verstärkte sich mit den Rückkehrern Mert Can Ünal und Tim Wolfgang. Hoffnungsträger ist zudem der erst 16-jährige Paolo Soranzo aus der eigenen 1b-Mannschaft. Schwer wiegt allerdings der langfristige Ausfall von Angelo Basic nach einer schlimmen Knieverletzung. Trainer Werner Grabherr bleibt ambitioniert und sagt: „Top sechs haben wir im Visier. Außerdem wollen wir den Cup-Titel zurück nach Hohenems holen.“
Regionalliga West 2025/26
Die Transfers in der Winterübertrittzeit 2026
FC Mohren Dornbirn 1913
Zu: Andrin Chamuel Valentin Netzer (Balzers), Magid Suleiman, Laurin Bodenlenz (beide Lauterach), Federico Crescenti (RB Salzburg), Enes Koc (Austria Lustenau), Miguel Mayr (Ludesch), Eliah Durak (eigene Juniors-Mannschaft)
Ab: Okan Aydin (Oedt), Mario Desnica, Sasa Stojnic (beide Schrems), Eren Yüzüak (Alberschwende), Nathanael Kukanda (?), Nikola Pervan (?), Serdar Salur (Uzwil)
Trainer: Heinz Fuchsbichler (bisher)
VfB Hohenems
Zu: Mert Can Ünal (Aidana/Türkei), Tim Wolfgang (Zurück aus Weltreise), Paolo Soranzo (eigene 1b-Mannschaft)
Ab: keine
Trainer: Werner Grabherr (bisher)
FC Lustenau 1907
Zu: Mats Seible (Weissach)
Ab: Nico Gehrer (Höchst)
Trainer: Philipp Hagspiel (bisher)
Intemann FC Lauterach
Zu: Felipe Becegato de Mello (Eschen/Mauren), Aygün Topcu (Wolfurt), Burak Ergin (SW Bregenz)
Ab: Magid Suleiman, Laurin Bodenlenz (beide Dornbirn), Andrej Gavric (Fußach), Elia Reiner (Hard), Bahadir Mehmet Gündogdu (Usak Spor/Türkei)
Trainer: Daniel Sereinig (bisher)
SCR Altach Juniors
Zu: Berke Halastar (AKA Vorarlberg), Jonathan de Freitas (Brühl St. Gallen)
Ab: Fabio Neuschmied (Göfis)
Trainer: Rene Fink(neu)
Lauterach nutzte die Transferzeit, um offensiv nachzulegen. Felipe Becegato de Mello, Aygün Topcu und Burak Ergin sollen für mehr Durchschlagskraft sorgen. Beim FC Lustenau 1907 blieb es mit nur einem Neuzugang ruhig, Die Altach Juniors gehen mit zwei jungen Perspektivspielern Berke Halastar und Jonathan de Freitas ins Frühjahr.

Fünf der 17 Vereine der Regionalliga West setzen auf neue Trainer. Neben Rene Fink bei den Altach Juniors sind das Bernhard Rieder bei Wals/Grünau, Michael Baur in Kitzbühel, Bernhard Kletzl in St. Johann sowie Ronald Gercaliu in Kufstein. Bewegung gibt es also durchaus, auch wenn der sportliche Druck fehlt. Leader Wacker Innsbruck hat sich nochmals verstärkt und plant schon für die 2. Liga. VN-TK





