Der “s’Ländle Äntle”-Klub

Aus der Freude am Citroen 2CV entstand ein rühriger und sozialer Klub.
Götzis Eine “Ente” zu bewegen, die in der Kurve enorme Schräglagen erlaubt, untermotorisiert ist, einen unvergleichlichen Federungskomfort bietet, mit einer spartanischen Einrichtung glänzt und besonders bei geöffnetem Rolldach enorm viel Fahrspaß erzeugt, ist sicher ein Grund, warum die Mitglieder des “s’Ländle-Äntle”-Klubs mit ihren Fahrzeugen so gerne unterwegs sind. In gewisser Weise ein Lebensgefühl, das die Hektik des Alltags vergessen lässt und dem Fahrer Gelassenheit gibt, denn der Weg ist das Ziel.

Bei Begegnungen mit Passanten am Straßenrand oder anderen Verkehrsteilnehmern wird fast immer ein Lächeln in die Gesichter gezaubert oder zumindest sieht man ein Zucken der Mundwinkel. Dies sind nur ein paar der Gründe, warum alle mit unserem vierrädrigen Geflügel so viel Spaß haben.

Club für Gleichgesinnte
Im Herbst 1989 wurde der “Vorarlberger 2CV Klub” gegründet. Vier wackere Gesellen – Helmut Riegler (verstorben), Martin Dünser, Martin Ender und Thomas Klas – luden zur Gründungsversammlung in den Gasthof “Ochsen” in Götzis ein. Die Einladungen wurden im Vorfeld als Flugzettel an alle “Enten” verteilt, die zufällig im Lande angetroffen wurden. Es war die Zeit lange vor dem Internet. Schlussendlich beschlossen zehn Entenbegeisterte die Gründung des Klubs “s’Ländle Äntle” als Zweigstelle des OECC (Österreichischer Citroën Klub). “Mittlerweile sind in unserem Klub auch ‚Dyanen‘, DS und SM vertreten”, erläutert Thomas Klas.

Es folgten unzählige Besuche von Ententreffen, bei denen campiert oder im Auto genächtigt wurde. Traditionell sitzt man dann abends am Lagerfeuer, lauscht den Gitarrenklängen und erzählt sich von vergangenen Zeiten, alten und neuen Geschichten. Es ist ein friedvolles Beisammensein von Gleichgesinnten. Über viele Jahre hinweg sind dadurch viele bleibende Freundschaften entstanden.
Anlässlich der alle zwei Jahre stattfindenden Welttreffen fuhren Klubmitglieder durch ganz Europa: nach Portugal, Schottland, Tschechien oder Griechenland. Bei diesen Veranstaltungen kommen zwischen 3.000 und 5.000 Fahrzeuge verschiedenster Typen aus der ganzen Welt, teils auch aus Übersee, zusammen. Das nächste Welttreffen findet 2027 in den Niederlanden statt.

Spezielle Aktionen
Zu den besonderen Ausfahrten des Vorarlberger Klubs zählt sicher jene mit den BewohnerInnen der “AKS sozialpsychiatrischen Wohngemeinschaft in Langenegg” im Jahre 2021. Die Fahrt in diesen besonderen Fahrzeugen zum Hochhäderich war für die Bewohner ein ganz spezielles Erlebnis. 2025 wurden unsere Fahrzeuge als Rahmen für die Fotos der Maturazeitung der Klasse 5A der HLW Rankweil genutzt. Wir durften auch viele Brautpaare mit unseren Autos zum wichtigsten Tag in ihrem Leben begleiten.

Die “Entenszene” ist sehr gut vernetzt. So gibt der OECC alle zwei Monate ein österreichweites Nachrichtenmagazin an die Klubmitglieder heraus und ist auch auf Instagram aktiv. International ist sicher auch das “Apua Help” herauszustreichen. Es handelt sich um eine weltweite Sammlung von Adressen von Entenfahrern, die bereit sind, anderen Entenfahrern zu helfen. Ja, auch Australien und die USA sind vertreten.
“s’Ländle Äntle” trifft sich immer am ersten Donnerstag des Monats um 19.00 Uhr im Ristorante “Tamborino” in Götzis, wo über Technik, Treffen und alles Mögliche diskutiert wird. “Selbstverständlich lassen wir uns kulinarisch verwöhnen und es wird die nächste Ausfahrt geplant”, betont der Klubchef. Über Neuzugänge würde man sich sehr freuen. BP
Infos gibt es bei Thomas Klas unter thomasklas@gmx.at.








