Liga in Bahrain ruht, Chabbi sucht “Ruhe” in Saudi-Arabien

Fußballtrainer beruhigt und ist im ständigen Kontakt mit seiner Familie in Vorarlberg.
Manamah (Bahrain) Kein Trainer aus Vorarlberg kennt den nordafrikanischen bzw. arabischen Raum so gut wie Lassaad Chabbi. Seit 2018 arbeitet der UEFA-Pro-Lizenz-Trainer durchgehend sehr erfolgreich im Ausland, aktuell in Bahrain. Seit dem Ausbruch der Kriegshandlungen zwischen Israel und den USA gegen den Iran ist für den 64-Jährigen der Fußball allerdings in den Hintergrund gerückt. Natürlich sei er nachdenklich geworden, so der Coach von Al-Khaldiya FC, und er wünscht sich nichts sehnlicher als Frieden und auch Freiheit für das iranische Volk.
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Und wie hat er die Raketenangriffe des Iran auf Bahrain erlebt? “Die Sirenen heulen, doch es waren bisher nur Ziele der US-Armee. Das Leben hier geht eigentlich normal weiter. Die Cafés sind am Abend gut gefüllt, die Menschen sitzen im Freien”, erzählt Chabbi. Sportlich haben die Kriegshandlungen dennoch Einfluss auf den Alltag. Denn der Spielbetrieb in der Premier League des Landes wurde gestoppt.
Hoffen auf ein schnelles Ende
Chabbi selbst hofft auf ein schnelles Ende des Krieges. Persönlich versucht er im Moment, die Öffentlichkeit zu meiden. Zudem hält er viel Kontakt zu seiner Familie in Vorarlberg. Seine Gattin Latifa sowie seine Söhne Seifedin – arbeitet als Co-Trainer bei der Austria Lustenau – und Nino leben hier und verfolgen natürlich genau die Entwicklung.

Die nächsten Tage ohne Training und Spiele nutzt Lassaad Chabbi für einen Kurztrip nach Saudi-Arabien. “Mit dem Auto bin ich in 50 Minuten an der Grenze. In Saudi-Arabien wird in der Liga gespielt und mit dem Tabellenvierten Al-Qadsiah FC aus der Stadt Al-Chubar bietet sich ihm die Gelegenheit, die Gedanken wieder dem Fußball zuzuführen. Denn die Ereignisse der letzten Tage haben den momentanen sportlichen Erfolg – das Team von Chabbi liegt an der Tabellenspitze – doch in den Hintergrund gedrängt.