Deshalb traut sich Altach alles zu

Sport / 06.03.2026 • 18:09 Uhr
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Genau hinschauen hieß es dieser Tage für SCRA-Coach Ognjen Zaric. gepa

Das neue Selbstvertrauen soll den SCR Altach auch bei Meister Sturm zur Sensation tragen.

Altach Er hat das Fundament der aktuell so erfolgreich spielenden Altacher Mannschaft gelegt und ist im ÖFB-Cup quasi an seiner eigenen Arbeit zerbrochen. Nun gibt es nach 38 Tagen erneut ein Wiedersehen und es besteht nicht nur die Chance auf eine Revanche für das Ausscheiden im ÖFB-Cup, sondern auch die Möglichkeit von zwei weiteren “Treffen” in der Meisterrunde. Er, das ist der nunmehrige Sturm-Cheftrainer Fabio Ingolitsch, der zuvor 42 Spiele auf der SCRA-Trainerbank saß und lange leiden musste – acht Spiele –, bis der erste Sieg unter ihm gelang. Seit Jahreswechsel ist der 33-Jährige in Graz am Werkeln, wobei er nur drei der bislang sieben Spiele (international und national) gewinnen konnte.

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Gänzlich anders stellt sich die Situation bei seinem Exklub dar. Beim SCRA hat Nachfolger Ognjen Zaric mit seiner Arbeit auf dem vorhandenen Fundament nicht nur aufgebaut, sondern vielmehr ausgebaut. Dank seiner Balance zwischen Klarheit, einer guten Struktur, einer präzisen Aufgabenverteilung und großer sozialer Empathie hat er es in kürzester Zeit geschafft, die Mannschaft “einzufangen”, um für ein gemeinsames Ziel zu arbeiten.

Admiral Bundesliga

22. Spieltag

SK Sturm Graz vs SCR Altach Sonntag

Graz, Stadion Graz-Liebenau, 17 Uhr, SR Stefan Ebner (OÖ)

Bisheriges Saisonergebnis: 2:0 (a)

Mögliche Aufstellungen

SK Sturm Graz (3-4-2-1) Bignetti – Vallci, Mitchell, Koller – Gazibegovic, Weinhandl, Fosso, Karic – Hödl, Kiteishvili – Jatta

Es fehlen: Gorenc Stankovic (gesperrt), Chudjakow, Lavalee, Le. Grgic (alle rekonvaleszent)

SCR Altach (3-4-3) Stojanovic – Milojevic, Zech, Jäger – Sandro Ingolitsch, Demaku, Bähre, Ouedraogo – Massombo, Diawara, Greil

Es fehlt: Idrizi (Knie)

“Es ist schon gut, dass wir hier als Verein wissen, was wir in so kurzer Zeit erreicht haben”, versteht er das momentan zur Schau getragene Hochgefühl rund um die Mannschaft. Und so wurde der Fokus, ganz nach dem Motto “Emotionen ja, aber zum richtigen Zeitpunkt”, schnell in Richtung Sturm gerichtet. Die Zielsetzung, in jedem Spiel zu punkten, klingt möglicherweise abgedroschen, entspricht jedoch einer realistischen Bestandsaufnahme.

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Emotional darf größer gedacht werden. Zumal die selbstbewusste Art und Weise, wie die Jäger und Co. auftreten, die eigenen Fans ebenso begeistert wie den Gegnern Respekt abverlangt. Ist Zaric am Sonntag doch nicht einmal 60 Tage im Amt und schon könnte der nächste Coup gelingen. Der erstmalige Einzug in die Meisterrunde wäre ein weiterer Meilenstein für den Verein. Dazu bedarf es aber wohl des ersten Altacher Siegs im Grazer Stadion seit dem 8. Dezember 2019, als man mit 2:1 gewann. Es erfordert also einmal mehr eine gewaltige Energieleistung und das Ende einer Serie – seit neun Spielen ist Altach gegen Graz ohne Sieg und zuletzt kassierte man bei den jüngsten fünf Auftritten in der Heimstätte des aktuellen Meisters ebenso viele Niederlagen. All das steht konträr zu den aktuellen Ligadaten. Da ist Altach 2026 neben Hartberg unbesiegt und in der Jahrestabelle an erster Stelle gereiht.

Deshalb traut sich Altach alles zu
So jubelte Ognjen Zaric beim Cupsieg über Sturm. apa

Keine Sorgenkinder

Ein Thema ist natürlich die Fitness der Spieler, zumal sich der Gegner in Ruhe auf die ausverkaufte Partie vorbereiten kann. Teamarzt und Physios sowie Maßnahmen wie Kältebecken und Nahrungsergänzungsmittel gehörten zu den Sofortmaßnahmen, ein Charterflug am Samstag nach Graz eine weitere Unterstützung für eine perfekte Vorbereitung auf das Spiel am Sonntag (17 Uhr). Dennoch spricht er von Adaptierungen hinsichtlich des Spiels, “weil Sturm eine andere Herangehensweise hat als Salzburg”. Offen bleibt nur die Antwort, ob dies in personeller oder taktischer Hinsicht passiert.