Rankweil beschließt Fahrplan für klimafitte Zukunft bis 2040

Strategie nach intensiver Vorarbeit nun politisch fixiert.
Rankweil Was Ende Oktober 2025 bereits der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, ist nun auch politisch endgültig auf Schiene: In der sechsten öffentlichen Sitzung der Rankweiler Gemeindevertretung ist die Klimastrategie „Rankweil 2040“ einstimmig beschlossen worden. Damit erhält das umfassende Konzept zur Bewältigung der Klimakrise einen klaren, verbindlichen Rahmen für die kommenden Jahre – und breiten Rückhalt über alle Fraktionen hinweg.

Schon bei der Präsentation im Herbst wurde deutlich, wie viel Vorarbeit in dem Papier steckt. In Workshops, Fachgruppen und im Austausch mit anderen Gemeinden wurden Handlungsfelder analysiert, Ziele definiert und konkrete Maßnahmen erarbeitet. Nun ist aus der Strategie ein offizieller Leitfaden für politische Entscheidungen geworden. Klimaschutz ist in Rankweil kein Einzelanliegen, sondern ein gemeinsamer Auftrag.
Bürgermeisterin Katharina Wöß-Krall sprach in der Sitzung Klartext: „Die Veränderungen durch den Klimawandel sind längst spürbar. Hitzeperioden, Starkregen und die zunehmende Belastung unserer Infrastruktur zeigen, dass wir handeln müssen“, sagte sie. Es gehe darum, nicht nur auf Entwicklungen zu reagieren, sondern vorausschauend zu planen. „Mit der Klimastrategie Rankweil 2040 haben wir einen klaren Fahrplan entwickelt. Einen, der Klimaschutz und Lebensqualität zusammendenkt.“ Besonders wichtig sei ihr der breite, lange und ausführliche Beteiligungsprozess gewesen. „Wir haben diese Strategie gemeinsam erarbeitet – Verwaltung, Politik, regionale Partnerinnen sowie engagierte Bürgerinnen und Bürger. Genau dieser Schulterschluss macht sie tragfähig.“

Die Strategie 2040 umfasst mehrere zentrale Bereiche: Klimaschutz mit Fokus auf Strom und Wärme, Raumplanung und Klimawandelanpassung, nachhaltige Mobilität sowie Landwirtschaft. Für jedes dieser Felder wurden konkrete Maßnahmen definiert, die nun schrittweise bald möglich umgesetzt werden sollen. Eine eigens entwickelte Klimakarte zeigt anschaulich, welche Projekte bereits laufen und wo bis 2040 Schwerpunkte gesetzt werden.
In der Debatte wurde auch betont, dass der Beschluss kein Endpunkt, sondern der Beginn einer intensiven Umsetzungsphase sei. Fortschritte sollen regelmäßig überprüft, Maßnahmen weiterentwickelt und an neue gesetzliche Rahmenbedingungen angepasst werden. Wöß-Krall hob hervor, dass es entscheidend sei, Theorie und Praxis zusammenzuführen und Erfolge messbar zu machen. „Wir wollen konsequent dranbleiben und unsere Ziele transparent verfolgen“, sagte sie.

Vizebürgermeister Johannes Herburger: „Dass wir diese Strategie gemeinsam tragen, ist ein starkes Zeichen nach außen und nach innen. Klimaschutz betreffe alle Lebensbereiche – von Energie über Verkehr bis zur Ortsentwicklung. Jetzt geht es darum, die definierten Projekte Schritt für Schritt umzusetzen und die Bevölkerung weiterhin einzubinden.“
Mit dem Beschluss der Klimastrategie 2040 hat Rankweil nun nicht nur ein Konzept, sondern einen Kompass für die kommenden eineinhalb Jahrzehnte.VN-TK

