Jubiläumsausgabe der Oberländer Jägertage

Die Oberländer Jägertage lockten wiederum sehr viele Jagdinteressierte in die Walserhalle.
Raggal Vergangenes Wochenende fanden in der Walserhalle die 20. Oberländer Jägertage statt. Bezirksjägermeister Manfred Vonbank und sein Team stellten ein interessantes Programm zum Thema “Mehr wissen – besser verstehen” zusammen. Am Donnerstag fand die behördliche Abschusskontrolle sowie die Anlieferung und Bewertung der Beweisstücke statt. Die Trophäen wurden an den Wänden aufgehängt und somit den Besuchern präsentiert. Die ersten Besucher waren am Freitagvormittag Schulklassen aus dem Bezirk. 450 Schüler wurden von Jägern durch die Hegeschau geführt. Sie erfuhren viel Interessantes rund um die Jagd und brachten sich mit ihrem Wissen gerne ein. Am Nachmittag fand der Vorarlberger Grundeigentümer-Tag statt. Die Themen “Wald und Wild”, “Mensch, Wolf” und “Abschussplanung” lockten viele Grundeigentümer, Jäger, Vertreter aus Land- und Forstwirtschaft und Vertreter der Behörde sowie Interessierte in die Walserhalle. Geschäftsführer der Vorarlberger Jägerschaft Gernot Heigl begrüßte alle Anwesenden und Ehrengäste. Landesjägermeister Christoph Breier, Bezirkshauptmann Harald Dreher, Andreas Amann (Forstwesen Vorarlberg), Celina Türtscher (Forstbehörde Süd), Landesveterinär Norbert Greber, Wildbiologe Luca Fuchs und Bürgermeisterin Alexandra Martin verfolgten interessiert die Vorträge von Max Mayr-Melnhof, Marcel Züger und Josef Wieser.

Interessante Vorträge
Mit den interessanten Vorträgen wurden aktuelle Themen in Angriff genommen und über die Landesgrenzen geschaut. Max Mayr-Melnhof referierte als Praktiker und stellte die Sicht des Grundbesitzers und Betriebsführers in Beispielen dar. “Der Wald-Wild-Konflikt ist ein reines menschliches Problem”, so Mayr-Melnhof. Die Jagd muss man ganzheitlich sehen und die Jäger müssen zur Jagd stehen und ihr Wissen und die Passion hinaustragen.

Biologe Marcel Züger sprach über die Thematik Wolf hinsichtlich Alpwirtschaft, Biodiversität und der Wolf. Die Anzahl der Wölfe ist in Graubünden in den vergangenen 20 Jahren stark gestiegen, es muss ein strenges Management gefahren werden. Die wertvolle Kulturlandschaft und Artenvielfalt werden durch den Wald gefährdet: “Ein bisschen Wolf ist ein bisschen tot”, so Züger. Josef Wieser wurde online zugeschaltet. Er stellte die Abschussplanung des Südtiroler Jagdverbandes und die Unterschiede zu Vorarlberg vor. In der anschließenden Diskussion beantworteten die Referenten die Fragen aus dem Publikum. Der interessante Vortragsnachmittag wurde mit einem gemütlichen Jägerhock mit der Muntafuner Tanzbodamusig abgeschlossen.

Die Ausstellung mit insgesamt 1802 Trophäen und 380 Stück Unterkiefer wurde während der Jägertage von vielen Interessierten bestaunt. An den Wänden fanden die Trophäen des erlegten Wildes des vergangenen Jahres Platz. Auch ein paar untypische Trophäen, die meist aufgrund von Verletzungen Verformungen aufzeigten, wurden präsentiert. Am Sonntag sorgte der Blasmusikfrühschoppen mit den Urstoff Musikanten für einen musikalischen Abschluss der erfolgreichen Jubiläums-Oberländer-Jägertage in Raggal. DOB






















