Der Drei-Minuten-Wahnsinn

Sport / 29.03.2026 • 10:50 Uhr
Kilian Madlener erzielte für Admira Dornbirn den Ausgleich. VN-Stiplovsek
Kilian Madlener erzielte für Admira Dornbirn den Ausgleich. VN-Stiplovsek

Admira dreht Spiel gegen Röthis. Nach 2:1-Heimerfolg an der Tabellenspitze der VOL.AT-Eliteliga.

Dornbirn Drei Minuten, die den Titelkampf neu entfachen: Admira Dornbirn hat das Topspiel der VOL.AT-Eliteliga gegen den SC Röthis mit 2:1 gewonnen und sich mit einem spektakulären Last-Minute-Doppelschlag die Tabellenführung gesichert. Vor 550 Zuschauern in der Sportanlage Rohrbach drehten die Hausherren einen 0:1-Rückstand in der Nachspielzeit und sorgten damit für einen der dramatischsten Momente der bisherigen Saison. Während Dornbirn jubelte und nun mit 30 Punkten an der Spitze steht, blieb Röthis nach einer starken Leistung nur die bittere Erkenntnis, in wenigen Minuten alles aus der Hand gegeben zu haben.

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Jubel bei Christoph Domig und Torschütze Adrian Knünz.
Jubel bei Christoph Domig und Torschütze Adrian Knünz. VN-Stiplovsek

Die Schlussphase hatte es in sich – sportlich wie emotional. Neun Gelbe Karten und eine Rote Karte gegen Röthis-Co-Trainer Daniel Summer wegen Beleidigung des Schiedsrichters unterstreichen die Intensität dieses Spitzenspiels. “Auf alle Fälle ein glücklicher Erfolg, wenn man zuerst 0:1 zurückliegt, kurz vor Schluss und dann praktisch in der Nachspielzeit mit zwei Toren noch auf die Siegesstraße kommt”, sagte Admira-Coach Herwig Clocher nach dem Spiel erleichtert.

Schiri Martin Dichtl musste viele Karten zeigen.
Schiri Martin Dichtl musste viele Karten zeigen. VN-Stiplovsek

Dabei hatte lange Zeit vieles auf einen Auswärtssieg hingedeutet. Röthis präsentierte sich kompakt, zweikampfstark und gefährlich in seinen Offensivaktionen. Die beste Chance der ersten Hälfte hatte Christoph Domig, dessen wuchtiger Abschluss in der 21. Minute an die Latte krachte. Auch Dornbirn kam zu Möglichkeiten, fand aber zunächst kein Mittel, um die gut organisierte Defensive der Gäste entscheidend zu knacken.

Alex Huber scheitert hier an Jonas Ströhle.
Alex Huber scheitert hier an Jonas Ströhle. VN-Stiplovsek
Röthis jubelt über die Führung.
Röthis jubelt über die Führung. VN-Stiplovsek

Als Adrian Knünz in der 85. Minute zur 1:0-Führung für Röthis traf, schien die Partie entschieden. Der Joker nutzte seine Chance eiskalt und erzielte sein drittes Saisontor – ein Treffer, der zu diesem Zeitpunkt wie die Vorentscheidung wirkte. Doch Dornbirn stemmte sich gegen die drohende Niederlage und wurde in der Nachspielzeit belohnt.

Jeremiy Thurnher gegen Sascha Breuss.
Jeremiy Thurnher gegen Sascha Breuss. VN-Stiplovsek
Jeremy Thurnher verletzte sich und wurde ins Krankenhaus gebracht.
Jeremy Thurnher verletzte sich und wurde ins Krankenhaus gebracht. VN-Stiplovsek

In der 93. Minute traf Kilian Madlener aus spitzem Winkel zum 1:1-Ausgleich und brachte die Hausherren zurück ins Spiel. Es war bereits sein elfter Saisontreffer. Nur drei Minuten später folgte die komplette Wende: Nach einer Ecke des eingewechselten Alejandro Dominguez köpfte Elijah Imre den Ball – noch leicht abgefälscht – zum umjubelten 2:1-Siegtreffer ins Netz. Die Sportanlage Rohrbach verwandelte sich in ein Tollhaus, während bei Röthis Fassungslosigkeit herrschte.

Felix Gunz (l.) gegen Sandro Nachbaur.
Felix Gunz (l.) gegen Sandro Nachbaur. VN-Stiplovsek

Mit diesem Sieg baut Admira Dornbirn seine beeindruckende Heimserie aus: Seit exakt einem Jahr sind die Messestädter zu Hause ungeschlagen, neun Siege und fünf Remis stehen seit der letzten Niederlage Ende März 2025 zu Buche.

Alex Huber und Christoph Domig im Zweikampf.
Alex Huber und Christoph Domig im Zweikampf. VN-Stiplovsek

Röthis musste zudem den Ausfall von Linksverteidiger Livio Stückler (Syndesmosebandverletzung) kompensieren, was Umstellungen notwendig machte. Bitter verlief es für Dornbirns Jeremy Thurnher, der sich kurz nach seiner Einwechslung verletzte und mit der Rettung ins Spital gebracht werden musste.

Adrian Knünz mit großem Torjubel.
Adrian Knünz mit großem Torjubel. VN-Stiplovsek

Ein Spiel, das den Titelkampf neu belebt – entschieden in drei Minuten, die in Dornbirn so schnell niemand vergessen wird. VN-TK

Röthis feiert seinen Torschützen Adrian Knünz.
Röthis feiert seinen Torschützen Adrian Knünz. VN-Stiplovsek