“Teufelskerl” Morscher hält Kalkan-Elfer

1100 Zuschauer sahen Remis im Nachbarschaftsduell zwischen FC Lustenau und FC Dornbirn.
Lustenau Im Regionalliga-West-Derby zwischen dem FC Lustenau und dem FC Dornbirn hat es vor 1100 Zuschauern im Stadion an der Holzstraße keinen Sieger gegeben, das 1:1 spiegelt dabei zwei unterschiedliche Halbzeiten wider, in denen zunächst die Gäste und später die Hausherren Vorteile hatten. Dornbirn startete stärker in die Partie und kam bereits in der ersten Hälfte zu zwei hochkarätigen Einschussmöglichkeiten durch Julian Wießmeier und Tamas Herbaly, bei denen die Führung durchaus möglich gewesen wäre. Lustenau kam zunächst kaum zwingend vor das Tor und tat sich schwer, ins Spiel zu finden.




“Unter dem Strich ist der Punkt gerecht”, sagte Dornbirn-Coach Heinz Fuchsbichler und verwies auf die starke erste Hälfte seiner Mannschaft, in der man “45 Minuten lang gut gespielt” habe und trotz personeller Ausfälle – unter anderem fehlten Andrin Netzer, Talip Karaaslan und Slobodan Mihajlovic – die bessere Mannschaft gewesen sei.




Nach der Pause kippte das Spiel zunehmend in Richtung Lustenau, das deutlich mehr Spielanteile hatte und früh die große Chance zur Führung vorfand, doch Kerim Kalkan scheiterte vom Elfmeterpunkt am glänzenden Dornbirn-Schlussmann Raphael Morscher, der mit seiner Parade die Gäste im Spiel hielt.




Kalkan blieb dennoch die zentrale Figur der Partie, traf in der 65. Minute zur 1:0-Führung und hält nun bereits bei 13 Saisontoren, womit er sich in der Torschützenliste auf Rang vier etabliert hat. Die Antwort der Dornbirner ließ jedoch nicht lange auf sich warten, nach einer Ecke von Nicolai Bösch war Innenverteidiger Ben Brzaj zur Stelle und erzielte den Ausgleich, womit er seinem Team einen wichtigen Punkt sicherte.



Auf der anderen Seite haderte Lustenau-Trainer Philipp Hagspiel mit dem verpassten Sieg und sah sein Team näher an drei Punkten: “Ungeschlagen im Frühjahr, aber wir haben zwei Punkte verschenkt. Wir hätten uns den Heimsieg redlich verdient.”



Letztlich blieb ein intensives, sehr kampfbetontes Derby mit Chancen auf beiden Seiten, einem gehaltenen Elfmeter, einem Standardtor und der Erkenntnis, dass Lustenau die besseren Möglichkeiten liegen ließ, während Dornbirn Effizienz und Moral zeigte. Dornbirn konnte für die 0:4-Pleite im Herbst an FC Lustenau nicht Revanche nehmen. VN-TK


