“Einen Tick schärfer sein”

Sport / 02.04.2026 • 16:49 Uhr
"Einen Tick schärfer sein"

Zweikämpfe annehmen, Luftduelle gewinnen – das ist Altachs Rezept für das Ried-Spiel.

Altach Gemeinsam mit Vesel Demaku (26) bildet er das Herzstück im zentralen Mittelfeld des SCR Altach. In dieser Position als “Achter” ist er nicht nur Dauerläufer, sondern auch zum Taktgeber geworden. Und so ist Mike Bähre in seiner aktuellen Verfassung nicht zu ersetzen. Das zeigt auch ein kurzer Blick auf die jüngste Einsatzstatistik des Deutschen. Seit mehr als einem Jahr (8. Februar 2025) steht der 30-Jährige stets in der Startelf. Gestoppt wurde sein Tatendrang seither lediglich von zwei Gelb- bzw. einer Gelb-Rot-Sperre.

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Bähre und Altach, das passt aktuell – an einer Fortsetzung über die Saison hinaus arbeiten beide Parteien. Erste Gespräche bezüglich einer Verlängerung des Vertrages hat es bereits gegeben, zudem gibt es seitens des ehemaligen England-Legionärs, der seit Jänner 2023 für den SCRA spielt, positive Signale für einen Weiterverbleib.

Admiral Bundesliga

25. Spieltag

SV Ried vs SCR Altach Freitag

Ried, BWT Oberösterreichische Arena, 19.30 Uhr, SR Alain Sadikovski (W)

Bisherige Saisonergebnisse: 0:1 (a), 3:0 (h)

Mögliche Aufstellungen

SV Ried (3-4-1-2) Leitner – Havenaar, Sollbauer, Steurer – Bajic, Maart, Rasner, Pomer – Rossdorfer – Kiedl, Van Wyk

Es fehlen: Bajlicz (gesperrt), Felix Wimmer (Knie), Stöger

Fraglich: Mutandwa (nach Länderspiel-Reise)

SCR Altach (3-4-3) Stojanovic – Milojevic, Zech, Jäger – Sandro Ingolitsch, Demaku, Bähre, Ouédraogo – Massombo, Hrstic, Greil

Es fehlen: Fetahu (Schambein), Idrizi (Knie)

Intensive 90 Minuten

Konkrete Vorstellungen hat Bähre auch hinsichtlich des bevorstehenden Duells mit der SV Ried. Eine Mannschaft, die aus seiner Sicht fälschlicherweise darauf reduziert wird, nur lange Bälle schlagen zu können. “Das haben wir im Herbst bitter zur Kenntnis nehmen müssen.” Dennoch werde es gegen das Team aus dem Innviertel wichtig sein, die “ersten, zweiten oder dritten Bälle zu gewinnen. Darauf sind sie scharf, da müssen wir zumindest gleichwertig sein”. Zumal Ried diese Art von Fußballspielen nicht nur praktiziert, sondern vielmehr kultiviert hat. “Das macht es nicht nur für uns, sondern für jeden Gegner schwierig.” Auch sein Trainer spricht im Vorfeld der Partie – Freitag, 19.30 Uhr – davon, in Zweikämpfen bzw. bei Kopfballduellen stets auf Augenhöhe sein zu müssen. “Da sind wir richtig gefordert”, weiß Ognjen Zaric, während Bähre noch ein Scherflein drauflegt: “Da müssen wir einen Tick schärfer sein.”

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Zumal ein Blick auf die statistischen Werte des Gegners sehr schnell die Qualitäten offenlegt. Keine andere Mannschaft der Liga erzielte mehr Tore aus Standards als jene aus dem Innviertel. Gleich 17 der bislang 30 Saisontreffer der Rieder fielen nach einem ruhenden Ball, hinzu kommen sieben Elfmetertore – auch damit liegt man ligaintern an der Spitze. Hinzu kommen zwei Saisontore nach hohen Ballgewinnen. All das lässt 90 intensive Minuten erwarten, in “denen wir uns zutrauen müssen, Fußball zu spielen, den Ball am Boden zu lassen” (Zaric).

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Gipfeltreffen in der Qualigruppe

Es ist das Duell Zweiter gegen Erster – und Altachs Zielsetzung ist rasch formuliert. “Weiter vor Ried bleiben”, so der Coach. Wenngleich für ihn auch bei seinem zehnten Spiel auf der SCRA-Trainerbank der Klassenerhalt und nicht die Tabelle im Vordergrund steht. Allein der Ehrgeiz, Platz eins in der Abstiegsrunde weiter zu belegen, ist geweckt. Zumal dieses Gefühl für das Team aus dem Rheindorf ein seltenes geworden ist. Letztmals belegte man seit der Ligaeinteilung diese Position nur zweimal, nach dem 25. sowie 26. Spieltag der Saison 2019/20.